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Die Bietigheim-Bissinger Tafel gibt es bereits seit elf Jahren. Seit 2009 unterstützen die Stadtwerke vor Ort dieses caritative Projekt. Immer mehr bedürftige Menschen kommen in den Tafelladen, um vergünstigt Lebensmittel einzukaufen. Mehr Kunden bedeutet auch, dass mehr ehrenamtliche Helfer gebraucht werden.

Es ist 10.30 Uhr an einem winterlichen Mittwoch in Bietigheim. Vor der Bietigheim-Bissinger Tafel in der Freiberger Straße 51 stehen die ersten Kunden und warten darauf, dass sich die Ladentüren öffnen. Backwaren, Obst und Gemüse, aber auch haltbare Lebensmittel wie Nudeln oder Konserven werden hier Menschen mit niedrigem Einkommen für ein geringes Entgelt angeboten. Ohne dieses Angebot kämen die Kundinnen und Kunden nicht über die Runden, könnten sich und ihre Familie nur schwer versorgen.

Steigende Nachfrage

Betrieben wird der Tafelladen von ehrenamtlichen Helfern, unter ihnen auch Flüchtlinge. Sie holen die Waren, die später im Laden angeboten werden, bei Lebensmittelläden, Supermärkten oder Bäckereien ab. Groß- und Einzelhändlern spenden die Lebensmittel, weil zu viel bestellt wurde, sie nicht einwandfrei verpackt waren oder bald ablaufen. In jedem Falle sind die Produkte qualitativ einwandfrei und können ohne Bedenken verzehrt werden.

Seit der Gründung 2005 bestreiten immer mehr Menschen mit immer weniger Einkommen ihren Lebensunterhalt. Die steigenden Kundenzahlen verdeutlichen diese Entwicklung: In den drei Öffnungstagen pro Woche kommen inzwischen bis zu 180 Kunden zum Einkaufen. Weil die Nachfrage steigt, braucht der Tafelladen immer mehr ehrenamtliche Helfer und professionelle Strukturen.

Stadtwerke unterstützen Tafelladen

Schon seit 2009 unterstützen die Stadtwerke Bietigheim-Bissingen die Tafel. Durch dieses Sponsoring wird unter anderem die Ladenleitung finanziert. Hier treffen Ehrenamtliche und Bedürftige verschiedener sozialer, kultureller und religiöser Herkunft aufeinander. Respekt und Vielfalt werden hier groß geschrieben. So hilft die Tafel allen Menschen, die Hilfe benötigen – unabhängig von sozialer oder ethnischer Herkunft, Nationalität, Religion oder Weltanschauung.

Gleichzeitig ist die Tafel eine Begegnungsstätte, bei der sich Menschen treffen und austauschen können: An den Öffnungstagen bietet der Tafelladen seinen Kundinnen und Kunden ein Café an, das um 14 Uhr öffnet.

Tafelladen sucht Verstärkung

Möchten Sie den Tafelladen in Bietigheim-Bissingen ehrenamtlich unterstützen, Lebensmittel einsammeln, sortieren oder verkaufen? Dann wenden Sie sich während der Öffnungszeiten (Mo, Mi, Fr: 10.30h bis 16h) an die Ladenleitung oder rufen sie an: 07142 / 7785895.

Auch per E-Mail können Sie Kontakt aufnehmen: bietigheim-bissinger-tafel[at]gmx.net

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