Rund 800 Quadratmeter hat das Bhz (ehemals Behindertenzentrum Stuttgart) nun zusätzlich zur Verfügung. Foto: Torsten Ströbele

Am 1. August geht der Betrieb an der Dornbirner Straße los. Rund 40 Beschäftigte werden dort arbeiten.

Feuerbach - Das Bhz (ehemals Behindertenzentrum Stuttgart) hat seine Räume an der Dornbirner Straße 9 bezogen. Offiziell geht der Betrieb am 1. August los. Damit ist die Suche nach einer neuen Immobilie in Feuerbach nach mehr als sechs Jahren erfolgreich abgeschlossen.

Schon lange war für den Leiter des Bhz-Werkhauses, Stefan Wegner, klar, dass der Stammsitz an der Magirusstraße an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen ist. Eine neue Werkstatt sollte her – rund 900 Quadratmeter groß. „Solche Räume auf dem Markt zu finden, ist aber nicht leicht – vor allem, wenn es der Standort Feuerbach sein muss“, betonte Stefan Wegner immer wieder.

An vier Standorten im Bezirk sind rund 190 Menschen mit Behinderung beschäftigt

Das Bhz wächst jährlich und ist in Feuerbach sehr präsent. Neben dem Werkhaus gibt es noch den Tafelladen an der Hohnerstraße, das Kreativatelier an der Dieselstraße, das Projekt „Arbeit, Betreuung, Inklusion“ im Burgenlandzentrum sowie die Wohnprojekte am Kitzbüheler Weg und im Föhrichhof. An vier Standorten im Bezirk sind mittlerweile rund 190 Menschen mit Behinderung beschäftigt. Im Jahr 2003, als das Werkhaus eröffnet wurde, waren es an zwei Standorten knapp 40 Beschäftigte.

„Mit der neuen Werkstatt an der Dornbirner Straße schaffen wir es, einen weiteren Schritt heraus aus dem Industriegebiet und hinein ins Zentrum zu machen“, sagt Wegner. Vor allem vor dem Hintergrund, dass 2019 die Metamorphose des ehemaligen Schoch-Areals hin zum Quartier am Wiener Platz abgeschlossen sein soll. Auf diesem 2,8 Hektar großen Grundstück entstehen unter anderem rund 125 Wohnungen, ein Mehrgenerationenhaus mit Kita, Flächen für Einzelhandel und nicht störendes Kleingewerbe sowie Büros. „Wir befinden uns dann in direkter Nachbarschaft zu diesem neuen Zentrum und wollen ein Teil von ihm werden“, sagt Stefan Wegner.

Die Abteilung Garten- und Landschaftspflege bekommt etwa doppelt so viel Platz wie bisher

Etwa 40 Menschen mit Behinderung werden an der Dornbirner Straße arbeiten. „Wir werden mit dem Kreativatelier aus der Dieselstraße 28 komplett ins Feuerbacher Zentrum ziehen“, sagt Wegner. Dort werden die Beschäftigten unter anderem weiterhin Auftragsarbeiten wie Theaterkulissen, Deko-Möbel oder Gartentore herstellen. Zudem wird auch die sogenannte „Grüne Gruppe“ künftig von der Dornbirner Straße aus agieren. Die Abteilung Garten- und Landschaftspflege bekommt etwa doppelt so viel Platz wie bisher im Werkhaus. „In diesem Bereich ist das Auftragspotenzial enorm. Mit den neuen Räumen sind wir jetzt wesentlich besser aufgestellt“, betont Wegner.

Und auch ein Teil der Beschäftigten aus dem Bereich Montage und Verpackung wird künftig nicht mehr an der Magirus­straße, sondern in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schoch-Areal tätig sein. Das soll es aber noch nicht gewesen sein: Das Bhz wird an der Dornbirner Straße auch andere, neue Wege beschreiten: „Ab Oktober wollen wir mit unserer Kaffeerösterei loslegen – mit fachlicher Unterstützung von Hochland Kaffee. Der Bauantrag läuft noch“, sagt Wegner.

Die Räume des Bhz wurden zuvor über viele Jahre hinweg vom Christlichen Jugenddorfwerk Deutschland (CJD) genutzt. Damals lautete die Adresse noch Burgenlandstraße 15. Das CJD hat aber seine Berufsfelder Farbe und Holz sowie die Teilnehmer der berufsvorbereiteten Bildungsmaßnahmen nach Zuffenhausen verlegt.

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