Roberto Raimondo hat den Pokal mit dem SV Kornwestheim schon zweimal gewonnen. Foto: Avanti/Archiv

Halbfinale im Bezirkspokal Enz/Murr: Der SV Kornwestheim fordert im Heimspiel den Ligarivalen TSV Heimsheim und spürt das Kribbeln.

Roberto Raimondo weiß, wie es sich anfühlt, den Pokal im Fußballbezirk Enz/Murr in die Höhe zu stemmen. Zweimal hat er den begehrten Cup 2005 und 2006 in Serie als Spielertrainer mit dem SV Kornwestheim gewonnen, ehe sich die Wege trennten. Seit 2025 ist der erfahrene Coach wieder verantwortlich für den Fußball-Bezirksligisten und steht kurz davor, zumindest das Finale zu erreichen.

 

Die Hürde auf diesem Weg heißt an diesem Donnerstag (19 Uhr) TSV Heimsheim. In der Liga steht der Rivale auf Rang vier, zwei Plätze vor den Kornwestheimern mit vier Zählern Vorsprung. Das Rundenspiel gewann der TSV 1:0. Raimondo rechnet mit einem Duell auf Augenhöhe, baut aber ein bisschen auf den Heimvorteil und die ansprechende Verfassung, in der sich sein Ensemble seit Wochen befindet – auch wenn Torjäger Lionel Schmidt vermisst wird.

SV Kornwestheim ist für Gegner schwer auszurechnen

„Aber seitdem trifft quasi jeder einmal und wir sind für den Gegner schwer auszurechnen“, sagt Roberto Raimondo. Neben Schmidt muss er auch auf Tobias Mutschler und Ivan Stange verzichten, die im Urlaub sind, und auch der Einsatz von Georgios Kotsinas ist noch fraglich. Ein Vorteil für die Kornwestheimer könnte sein, dass TSV-Toptorjäter Lino Widmaier nach seiner Roten Karte bei der 0:1-Niederlage am vergangenen Wochenende gegen den SV Pattonville gesperrt ist. Der Stürmer erzielte 20  der 68 Tore der Elf von Trainer Oliver Kudera. „Wir gehen ohne Druck und mit ganz viel Freude in das Spiel“, sagt Raimondo.

Trainer hat ambivalentes Verhältnis zum Pokal

Dann gibt der Fußball-Lehrer aber zu, dass er ein eher ambivalentes Verhältnis zu diesem Wettbewerb hat. „Die ersten Runden sind wegen der Doppelbelastung eher lästig. Aber ab dem Viertelfinale fängt es an zu Kribbeln“, sagt der Coach. Der Pokal sei auch der schnellste Weg überhaupt zu einem Titel. Auch vor einem möglichen Elfmeterschießen fürchten sich die Blau-Gelben nicht, denn auf dem Weg ins Halbfinale führte der Weg zweimal über die Entscheidung vom Punkt.

Schon jetzt habe sein Team viel erreicht, aber falls es mit dem Einzug ins Endspiel klappen sollte, hat Raimondo einen Wunschgegner. „Der TSV Grünbühl wäre toll, weil das Nachbarschaftsduell viele Leute mobilisieren würde“, sagt er. Vor Raimondos Traumfinale muss der Leader der Kreisliga A1 aber erst den TSV Münchingen, den Tabellenzweiten der Bezirksliga schlagen. Und auch seine Mannschaft muss Heimsheim schlagen. Dann geht auch das Kribbeln weiter.