Selvedin Shanmugarajah (rechst) traf für den SV Pattonville. Punkte gab es keine. Foto: Peter Mann / PM Pressefoto

Nach dem 2:3 bei Phönix Lomersheim rutscht der SVP auf einen Abstiegsplatz, der SVK zahlt beim 1:4 in Besigheim ohne vier Leistungsträger „Lehrgeld“.

Kornwestheims Trainer Roberto Raimondo wusste, dass es für sein Team ohne vier wichtige Stammspieler kein leichter Auftritt werden würde bei der Spvgg Besigheim. Leider hat sich dann im Bezirksliga-Duell seine Prognose bestätigt. Seine Elf unterlag mit 1:4 (0:2) beim Tabellenvierten. „Sie haben verdient gewonnen. Wir waren nicht giftig genug“, sagte der Coach. Es fing schon schlecht an für die Kornwestheimer, mit einem „dummen Foul“ im Strafraum, wie Raimondo formulierte, und Pascal Wolter traf per Strafstoß nach 17 Minuten für die Gastgeber. Danach bekam der SVK weiter keinen Zugrifft im Mittelfeld und Wolter gelang in der 36. Minute ein Doppelpack.

 
Nach Nico Schürrmanns Treffer hoffte der SVK noch einmal, aber für Punkte reichte es nicht. Foto: Peter Mann

um, um mehr Chancen zu generieren. Das klappte auch ganz gut, denn Nico Schürrmann (50.) verkürzte nach Vorlage von Lionel Schmidt auf 1:2. Schmidt hatte vier Minuten später sogar eine Doppelchance zum Ausgleich: Erst ging sein Kopfball an den Pfosten, den zweiten Ball traf er per Scherenschlag aus der Luft, aber Besigheims Keeper parierte stark. „Bei diesem Aktion hat er sich vermutlich eine Rippe gebrochen“, sagt Raimondo.

Schmidt verletzt sich bei Kunstschuss

Die genaue Diagnose steht noch aus. Als die Besigheimer fünf Minuten auf 3:1 erhöhten schwand der Glaube bei den Kornwestheimern, die dann auch noch den vierten Gegentreffer hinnehmen mussten. „Mein junges Team hat heute Lehrgeld bezahlt. Aber ich sehe die Niederlage nicht so negativ. Wir müssen weiter ruhig bleiben“, sagt der SVK-Coach, dessen Team jetzt auf Rang fünf steht.

Wesentlich schlechter ist die aktuelle Lage beim Nachbarn SV Pattonville. Nach der 2:3 (0:2)-Niederlage beim SV Phoenix Lomersheim sind die Pattonviller auf den 14. Rang abgerutscht und stehen wieder auf einem Abstiegsplatz. „Die Enttäuschung ist natürlich riesig“, sagte Pattonvilles Trainer Francis Pola. Sein Team hatte einen 0:2-Rückstand zur Pause durch einen starken Auftritt in der zweiten Hälfte egalisieren können. „Und dann bekommen wir durch einen umstrittenen Elfmeter kurz vor Schluss das 2:3“, sagt der Pattonviller Coach.

Aufholjagd von Pattonville wird nicht belohnt

Er will die Schuld für die Pleite aber nicht beim Unparteiischen suchen. „Wir haben den Gegner vor der Pause durch eigenen Unachtsamkeiten ins Spiel gebracht“, analysiert Pola. Das 1:0 für Lomersheim hatte fast schon Slapstick-Charakter, denn die Gastgeber trafen durch einen Schuss von der Mittellinie durch Tim Plettinger (7. Minute) in das leere Tor, nachdem der Ball dort vom SVP vertändelt wurde und Keeper Birkeneder noch nicht wieder in den Kasten zurückgeeilt war. Der zweite Treffer des TSV resultierte aus einem ungenauen Zuspiel auf den Pattonviller Torwart und Bleon Delija nutzte den Patzer zum 2:0 kurz vor dem Halbzeitpfiff.

„Ich habe dem Team dann gesagt, dass das Spiel noch nicht vorbei ist und wir mehr investieren müssen“, sagt Francis Pola. Das hat sein Ensemble dann auch gemacht und der Coach freute sich über den Doppelschlag durch Rückkehrer Selvedin Shanmugarajah (65.) und Emrah Akpolat (67.). Es sah zumindest nach einem Punkt für die Pattonviller aus. Aber dann traf Lars Greinert für den STV in der 84. Minute vom Punkt. „Das war bitter, wie brauchen jetzt dringend mal wieder Punkte“, sagt Francis Pola.