Zum Rückrundenstart in der Bezirksliga Enz/Murr freut sich der SV Kornwestheim über das Comeback von drei Stammkräften und drei Neuzugänge.
Es war schon ein Wechselbad der Gefühle, durch das die Spieler des Fußball-Bezirksligisten SV Kornwestheim ihren Trainer Roberto Raimondo genommen haben. Da war das 7:1-Torfestival gegen den großen Favoriten TV Aldingen ebenso dabei wie in der Mitte der Hinrunde dann fünf Niederlagen in Serie, die der Coach dann aber eher als Ergebnis- denn Formkrise seiner Mannschaft einstufte. „Da waren wir fünf Spiele aus dem Tritt. Das war auch dem unrhythmischen Auftakt mit vielen englischen Wochen geschuldet“, sagt Raimondo.
Aber auch in dieser Phase sei nie Unruhe in und um das Team entstanden. „Da zeigt sich der Zusammenhalt und der positive Charakter der Mannschaft“, sagt der Coach. Am meisten geärgert hat ihn die Heimniederlage beim 2:3 gegen den FC Marbach. Gefreut hat er sich über die Entwicklung von Gian Luca Altobelli, Marco Schwalb und Cedric Schröder, die den „nächsten Schritt“ gemacht hätten. Und richtig versöhnlich waren dann die beiden Siege vor der Weihnachtspause, die dem SV Kornwestheim Rang neun und 22 Punkte bescherten.
Froh über die Rückkehr von vier Stammspielern
Vor dem sonntäglichen Duell (14.30 Uhr) im Heimspiel gegen das abgeschlagene Schlusslicht TV Pflugfelden geht der Blick jetzt nach vorne. Roberto Raimondo hatte die Seinen wegen des frühen Rückrundenstarts bereits am 2. Januar wieder auf den Kunstrasen gebeten. „Ich bin sehr zufrieden über die Trainingsbeteiligung und vor allem auch über die Rückkehr von Marco Reichert, Stefano Nicolazzo und Kevin Hachenbruch“, sagt der Trainer.
Über das Comeback von Reichert wir sich auch Kornwestheims Torjäger Lionel Schmidt freuen, der wieder einen Flankengeber mehr auf dem Rasen hat. Schwer wiegen aber noch die langfristen Ausfälle von Sandro Freitas und Paul Beck (beide Kreuzbandriss) und in einem Testspiel hat sich jetzt auch noch Pirmin Löffler einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen.
Drei Neue für den SV Kornwestheim
Auch deshalb gab jetzt drei Neue für das Kornwestheimer Kollektiv: Marko Makovic kommt vom TV Aldingen, Dennis Bechtold aus Eltingen und aus der zweiten Mannschaft wurde Zdenet Polizoakis hochgezogen. Jetzt sollen die ersten Punkte gegen den TV Pflugfelden eingefahren werden.
Das Team ist mit erst drei Zählern in der Tabelle der Bezirksliga Enz/Murr schon so weit abgehängt, dass es längst als erster Absteiger gehandelt wird. Der Klub überlegte schon, das Team ganz zurückzuziehen, hat sich in der Pause aber für einen Trainerwechsel entschieden. Für Tolgahan Kap hat Sezer Kolkiran übernommen. „Das kann neue Impulse bringen und auch deshalb werden wir den Gegner nicht unterschätzen“, sagt Roberto Raimondo. Mal schauen, in welche Gefühlswelt ihn seine Mannschaft am Sonntag stürzt.