Weniger Raser, weniger Durchgangs- und weniger Schleichverkehr: das sind die Wünsche des Bezirksbeirats und der Bürgerinitiative für die Freibergstraße in Münster. Foto: Achim Zweygarth

Die Pläne für die Umgestaltung der Freibergstraße sind im Bezirksbeirat vorgestellt worden.

Münster - Weniger Raser, weniger Durchgangs- und weniger Schleichverkehr: das sind die Wünsche, die der Bezirksbeirat Münster und die Bürgerinitiative Münster (BIM) an die Umgestaltung der Freibergstraße haben. Bereits 2008 fand der erste Vor-Ort-Termin statt. Nun hat Christiane Wüsteney-Arbabi die Pläne des Stadtplanungsamts vorgestellt.

Diese sehen vor, die Fahrbahnbreite zu reduzieren. Zwischen 3,50 Meter an den schmalsten Stellen und sechs Metern breit werde die Fahrbahn künftig sein, sagte Wüsteney-Arbabi dem Bezirksbeirat in dessen jüngster Sitzung. Im Gegenzug werden der Gehweg verbreitert und zusätzliche Bäume gepflanzt. Für die Kreuzung Freiberg-, Elbe- und Weserstraße sehen die Pläne einen Minikreisel vor, der einerseits den Verkehr verlangsamen und andererseits Fußgängern das Überqueren der Straßen vereinfachen soll. An der Einmündung in die Neckartalstraße ist eine Fahrradschleuse vorgesehen, für die detaillierte Pläne aber noch fehlen. Die Umgestaltung soll den Verkehr verlangsamen und die Freibergstraße optisch aufwerten: „Wir wollen den Alleecharakter wieder herstellen und neu entstehende Plätze ansprechend gestalten“, so Wüsteney-Arbabi. Rund zwei Millionen Euro werde die Maßnahme voraussichtlich kosten, 400 000 Euro könnten eingespart werden, würde anstelle des Minikreisverkehrs die Kreuzung nur aufgepflastert.

Der CDU im Bezirksbeirat und vielen Anwohner stieß sauer auf, dass 18 Stellplätze in der Straße wegfallen sollen. Eher wolle man auf den ein oder anderen Baum verzichten, sagte eine Bürgerin. Unverständnis äußerten einige Anwohner auch über den Minikreisel, der ihrer Meinung nach vor dem Supermarkt besser platziert wäre. Dies sei nachvollziehbar, aber nicht realisierbar, sagte Wüsteney-Arbabi: „An der Kreuzung Freiberg- und Moselstraße ist einfach nicht genügend Platz.“ Um das Überqueren der Straße für Senioren und Schüler an dieser Stellesicherer zu machen, sagte sie allerdings zu, sich für den Erhalt des Zebrastreifens einzusetzen. Eigentlich sind in Tempo-30-Zonen generell keine Zebrastreifen mehr möglich. Ebenfalls abschlägig beschieden wurde der Vorschlag eines Anwohners, die Vorfahrtsstraßen-Regelung durch Rechts-vor-Links zu ersetzen und so den Verkehr ohne aufwendige Baumaßnahmen zu bremsen: Dies sei wegen der Verkehrsführung nicht möglich. Insgesamt, betonte Dietmar Bulat (SPD), sei man aber auf einem guten Weg für eine Entschleunigung der Freibergstraße.

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