Bei den Festen auf dem Marienplatz hat es keine Probleme gegeben. Foto: Archivfoto: Achim Zweygarth

Der Marienplatz zählt inzwischen nicht nur zu den beliebtesten Treffpunkten in der Stadt, er ist auch einer der wichtigsten Veranstaltungsorte im Stuttgarter Süden. Der Bezirksbeirat hat jetzt Bilanz gezogen und auf die diversen Feste und Märkte im vergangenen Jahr zurückgeblickt.

S-Süd - Der Marienplatz zählt inzwischen nicht nur zu den beliebtesten Treffpunkten in der Stadt, er ist auch einer der wichtigsten Veranstaltungsorte im Stuttgarter Süden. Der Bezirksbeirat hat jetzt Bilanz gezogen und auf die diversen Feste und Märkte im vergangenen Jahr zurückgeblickt. „Bevor die neue Saison losgeht, sollte über die vergangene Saison diskutiert werden“, sagte der Bezirksvorsteher Raiko Grieb in der Sitzung.

Eine feste Größe ist das Marienplatzfest geworden

Zu den zahlreichen Veranstaltungen auf dem Platz gehört der Wochenmarkt, der jeweils mittwochs von 10 bis 18 Uhr stattfindet. Eine feste Größe ist auch das Marienplatzfest im Juli geworden. Außerdem hat der Verein Handel Gewerbe Dienstleistungen (HGDV) Stuttgart-Süd mehrere Veranstaltungen organisiert, es gab eine Kundgebung der Gewerkschaft Verdi sowie einen Weihnachtsbaumverkauf.

Lediglich bei der Gewerkschaftsveranstaltung habe es kleinere sichtbare Nachwehen gegeben, da auf den Beton gesprühte Parolen nur schwer entfernt werden konnten, berichtete Grieb. Jens Hermann von den Stadtisten zeigte sich angesichts der bunten Mischung von Festivitäten auf dem Platz zufrieden und lobte das ausgeglichene Verhältnis an Veranstaltern. Ulrike Holch (SPD) hob hervor, dass es sich bewährt habe, ein vielfältiges Programm auf die Beine zu stellen. Sie forderte allerdings, auch in Zukunft mehr kleinere Tagesveranstaltungen zu genehmigen als größere Veranstaltungen, die den Platz tagelang blockierten.

Die Anwohner dürfen nicht zu sehr gestört sein

Kritik gab es seitens der FDP am Marienplatzfest. Wolf-Dieter Wieland beurteilte den Geräuschpegel als zu laut. „Die Menschen, die nicht auf dem Fest sind, sollten zuhause nicht davon gestört werden“, merkte er an. Schon 2013 hatten sich einige Anwohner über den Lärm beschwert. Dabei hatten die Veranstalter um Galao-Chef Reiner Bocka und Tobias Reisenhofer im vergangenen Jahr in den Abendstunden mehr auf ruhigere Klänge gesetzt. „Wir müssen weiterhin das Gespräch mit den Veranstaltern suchen“, sagte Uwe Völker vom Bündnis 90/Die Grünen. In Zukunft muss man seiner Ansicht nach bei der Vielzahl an kommerziellen Veranstaltungen stärker über Entgelte für die Nutzung des öffentlichen Raums nachdenken. Insgesamt ist der Bezirksbeirat mit dem Verlauf der Veranstaltungen aber zufrieden. Auch Roland Petri (CDU) fand lobende Worte für das Veranstaltungskonzept. Dass jeder Nutzungsantrag durch den Bezirksbeirat müsse, sei eine gute Sache.

Als weiterer Tagesordnungspunkt zum Thema Marienplatz wurde ein Antrag der Liberalen diskutiert. Darin wird eine „Ergänzung der Richtlinien zur Erteilung von Sondernutzungserlaubnissen auf dem Marienplatz“ gefordert. Bisher sind laut dem FDP-Bezirksbeirat Wolf-Dieter Wieland Werbemaßnahmen auf dem Marienplatz auch für genehmigte Veranstaltungen nicht zulässig. „Der Bezirksbeirat sollte über Veranstaltungen und Werbung entscheiden dürfen“, befand er.

Der Bezirksvorsteher Raiko Grieb erläuterte hierzu, dass Werbung durch das Amt für öffentliche Ordnung zugelassen werden könne, sobald der Bezirksbeirat Stuttgart-Süd sich für eine Veranstaltung ausgesprochen habe. CDU und FDP allerdings sehen die Zuständigkeit für die Zulassung von Werbung ebenfalls im Bezirksbeirat und möchten daher eine „vorherige Absprache mit dem Bezirksbeirat Stuttgart-Süd“ als zwingend einführen. Vorerst wolle man aber an der gewohnten Aufgabenteilung zwischen dem Bezirksbeirat und dem Amt für öffentliche Ordnung aber festhalten, hieß es.

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