Nachdem das Südufer (rechts) gerichtet wurde, sollen jetzt die seitlichen Uferbereiche verschönert werden. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Der Bezirksbeirat stellt seine Wunschliste für die Finanzierung durch die Stadtentwicklungspauschale vor. Ganz oben steht die Sanierung des Ostufers am Feuersee.

S-West - Der Bezirksbeirat West hat seine Wünsche für die Vergabe der Finanzmittel durch die Stadtentwicklungspauschale (Step) formuliert. Vor der Sommerpause wird vom Gemeinderat entschieden, welche Kleinprojekte in den Doppelhaushalt 2018/19 aufgenommen werden. Der Bezirksvorsteher Reinhard Möhrle hatte die Fraktionen aufgefordert, vorab ihre Wünsche zu nennen. Jetzt wird das Stadtplanungsamt klären, ob diese zu den Vergabe-Richtlinien passen. So will Möhrle schon jetzt Vorarbeit leisten, damit der Bezirksbeirat später tatsächlich nur Projekte, die eine Aussicht auf Erfolg haben, offiziell für die nächste Vergaberunde bei der Verwaltung beantragt.

Steigerung der Lebensqualität

Auf Platz eins steht einmal mehr das Dauerthema Feuersee und dessen östliche Ufersanierung. „Damit stehen wir bei den Bürgern ja schon im Wort“, betont Möhrle. 280 000 Euro werden dafür aus dem Step-Budget benötigt. Die jetzt anstehende Sanierung des etwas kürzeren Westufers ist mit 250 000 Euro über das aktuelle Step-Programm veranschlagt worden. Eine kontroverse Diskussion entbrannte um die Gestaltung des Straßenraums der Gutenbergstraße an den seitlichen Uferbereichen. Diese ist in den vorgesehenen Finanzmitteln nicht enthalten und würde das Step- Konzept sprengen, denn bei ihm geht es um kleinere Neuerungen, die die Lebensqualität im Viertel steigern.

Blick über den Tellerrand

Die Bezirksbeirätin Judith Zängle-Koch (SPD) kritisierte, dass die Sanierung von der Gestaltung der Sraße in diesem Abschnitt abgekoppelt werde. „Wir sollten den Straßenraum immer mitdenken.“ Auch Andreas Huber (FDP) sprach sich für eine Sanierung „in einem Rutsch“ aus. Die Stadt solle den Bereich Gutenbergstraße in eigener Regie in Angriff nehmen. Dieser Meinung war auch Roland Stricker (CDU). „Wir sollten über den Tellerrand hinausschauen. Der Gemeinderat soll die Sanierung ins Auge fassen.“ Maria Flendt (Grüne) warnte eindringlich davor, Ufersanierung und Straßenbau in einen Topf zu werfen und so die Ufersanierung zu gefährden.

Sicherheit für Fußgänger

Für Fußgänger und Radfahrer soll der Kreuzungsbereich an der Bebel-, Arndt- und Spittastraße sicherer werden. Hier will der Bezirksbeirat vor der Gaststätte Yol und dem Feinkostgeschäft in der gegenüber liegenden Arndtstraße den Gehweg verbreitern. Außerdem soll an diesem Streckenabschnitt eine vierte Querung der Bebelstraße für Fußgänger gebaut werden.

Durch den Bau der Wohnanlage Rosenberghöfe soll die Breitscheidstraße zwischen der Seiden- und der Silcherstraße für den Autoverkehr gesperrt werden und Fußgängern und Radfahrern vorbehalten sein. Die Silcheranlage beim Berliner Platz wird dadurch etwas vergrößert. Auf dieser neu gewonnen Fläche an der Breitscheidstraße will der Bezirksbeirat Calisthenics-Fitnessgeräte zum Trainieren unter freiem Himmel aufstellen lassen.

Knapp außerhalb des Gebietes, für das Step-Mittel bewilligt werden, liegt der Spielplatz an der Lenau-/Ecke Markelstraße. Er soll nach einem Beschluss des Bezirksbeirats saniert werden. Falls die Finanzierung durch das Garten-und Friedhofsamt nicht möglich ist, will das Gremium jetzt prüfen lassen, ob die Sanierung dennoch mit Geldern aus dem Step-Programm möglich sein könne.

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