In Stuttgart steigt die Einwohnerzahl. Foto: dpa

Immer mehr Menschen wollen in der Großstadt wohnen: Die Einwohnerzahl in Stuttgart steigt und steigt. Doch auch die Geburtenrate sorgt für ein Wachstum.

Stuttgart - Mit der Vorausberechnung, dass Stuttgart bis zum Jahr 2030 um 38 000 auf knapp 650 000 Einwohner wachsen wird, hat das Statistische Amt der Stadt jüngst für Schlagzeilen gesorgt. Jetzt blicken die Statistiker auf 2018 zurück: „Stuttgart ist im letzten Jahr um 2700 Personen gewachsen“, sagt Amtsleiter Thomas Schwarz. Der Zuwachs um 0,4 Prozent liege auf dem Niveau von 2017. Am 31. Dezember 2018 waren 614 365 Einwohner mit ihrer Hauptwohnung in Stuttgart gemeldet.

Mehr Zuzüge als Wegzüge

Weniger als die Hälfte des Zuwachses, nämlich 1063, beruht darauf, dass in Stuttgart mehr Menschen geboren wurden als gestorben sind. 2018 gab es 6534 Geburten, 191 weniger als im Jahr zuvor und 239 weniger als beim Höchststand im Jahr 2016. Nach dem deutlichen Anstieg zwischen 2012 und 2016 gingen die Geburtenzahlen nun wieder zurück, sagt Schwarz. Die Zahl der Sterbefälle fiel leicht auf 5471 (2017: 5507). Sie liegt seit zwei Jahrzehnten in einem Korridor zwischen 5000 und 5700.

Im vergangenen Jahr sind 1637 Menschen mehr zu- als fortgezogen. Das Wanderungssaldo lag damit um mehr als 400 über dem von 2017. Das liegt daran, dass die Zahl der Fortzüge stärker sank als die der Zuzüge. In absoluten Zahlen: 50 333 Menschen zogen nach Stuttgart (2017: 51 546), weggezogen sind 48 696 (2017: 50 318). Einen deutlichen Anteil am Einwohnerzuwachs hat die Zuwanderung aus dem Ausland, rund die Hälfte aus EU-Ländern. Der Ausländeranteil beträgt 25,6 Prozent.

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