Betrüger versprechen einen Gewinn von 150 000 Euro. Tatsächlich geht es darum, ahnungslose Bürger abzuzocken (Symbolbild). Foto: dpa-Zentralbild

Die Betrüger nennen es „Bearbeitungsgebühr“ oder „Transfergebühr“, die bezahlt werden muss, um den Gewinn zu erhalten. Tatsächlich gibt es keinen Gewinn, die Gebühr wird trotzdem eingesackt.

Geislingen an der Steige - Ob Enkeltrick, falsche Polizeibeamte oder unwahre Gewinnspielversprechen – Betrüger lassen sich so einiges einfallen, um das Geld ahnungsloser Bürger zu ergaunern. In Geislingen an der Steige (Landkreis Göppingen) sind bei einer 74-jährigen Frau und einem 57-jährigen Mann kürzlich Anrufe einer angeblichen Rechtsanwaltskanzlei eingegangen. Wie die Polizei berichtet, teilten die Betrüger den Angerufenen mit, dass sie 150 000 Euro gewonnen hätten.

Die Auszahlung sei jedoch an Formalitäten und die Zahlung einer „Bearbeitungsgebühr“ gebunden. Die 74-Jährige ließ sich darauf ein und überwies über einen Geldtransferdienst 3000 Euro nach Osteuropa. Eine aufmerksame Zeugin und die Polizei verhinderten in letzter Minute, dass die Frau eine weitere „Bearbeitungsgebühr“ in ähnlicher Höhe als Päckchen an eine dubiose Adresse schickte.

Der 57-Jährige bemerkte den Betrugsversuch, nachdem er 200 Euro überwiesen hatte. Er hätte eine weitere „Transfergebühr“ bezahlen sollen, doch das kam ihm suspekt vor. Auch im Kreis Ludwigsburg ist es kürzlich zu ähnlichen Vorfällen gekommen.

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