Statt Geld zu erhalten, autorisierten die beiden Frauen jeweils Echtzeitüberweisungen (Symbolbild). Foto: Jens Büttner/dpa

Zwei Frauen aus Oberriexingen und Ingersheim wollten im Internet aussortierte Kleidung verkaufen. Stattdessen wurden sie von Betrügern um ihr Geld gebracht.

Mehr Platz im Kleiderschrank schaffen und gleichzeitig etwas Geld mit den aussortierten Stücken verdienen. Entsprechende Verkaufsportale im Internet erfreuen sich derzeit großer Beliebtheit. Für zwei Frauen aus dem Kreis Ludwigsburg wurde das nun aber zum Verhängnis: Betrüger haben sie um viel Geld gebracht.

 

Käuferin schickt eine falsche Zahlungsbestätigung

Wie die Polizei mitteilt, hatte eine 31-Jährige aus Oberriexingen ein Kleidungsstück auf einem Kleinanzeigen-Portal inseriert, woraufhin sich eine Interessentin bei ihr meldete. Nachdem die beiden Frauen sich über den Preis einig geworden waren, erhielt die 31-Jährige im Chat des Verkaufsportals eine vermeintliche Zahlungsbestätigung in Form eines QR-Codes. Diesen klickte sie an – und autorisierte wohl unwissentlich eine Echtzeitüberweisung in Höhe von knapp 2000 Euro von ihrem Konto.

Einer 23-Jährigen aus Ingersheim erging es ähnlich. Sie wollte ebenfalls Kleidung verkaufen und hatte einer Interessentin ihre E-Mail-Adresse gegeben. Kurz darauf erhielt die 23-Jährige eine E-Mail, in der sie aufgefordert wurde, das Angebot per Klick auf einen Link zu bestätigen. Anschließend sollte sie zudem eine Push-Nachricht per Banking-App bestätigen, um die Echtheit ihres Kontos für den Käufer zu versichern. Der Ingersheimerin kam das seltsam vor, woraufhin sie ihr Konto kontrollierte – von dem eine Echtzeitüberweisung in Höhe von 450 Euro abgegangen war.

In beiden Fällen konnte das Geld nicht zurückgeholt werden.