Die Polizei warnt vor Betrügereien rund um die Corona-Pandemie. (Symbolbild) Foto: dpa/Robert Michael

Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg warnt vor dreisten Betrugsmaschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Betrüger nutzen die derzeitige Situation auf vielfältige Art und Weise, um an Daten und Geld ihrer potenziellen Opfer zu gelangen.

Stuttgart - Das Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg warnt am Safer Internet Day vor aktuellen und besonders dreisten Betrugsmaschen, mit denen Täter in der jüngeren Vergangenheit versuchen, an das Geld beziehungsweise die Daten ihrer Opfer zu gelangen. So nutzen die Unbekannten die Corona-Pandemie aus, um mit Phishing-Mails an sensible Daten ihrer potenziellen Opfer zu kommen oder bieten in Fake-Shops minderwertige Medizinprodukte oder unwirksame Arzneimittel gegen COVID-19 an. In diesem Zusammenhang rät die Polizei dringend, unbedingt auf die Quelle zu achten und die Angebote genau zu prüfen.

In einer Pressemitteilung erklärt das LKA Baden-Württemberg, dass Kriminelle das durch die Pandemie veränderte und auf Internetshops konzentrierte Kaufverhalten sowie die Informationsflut aus unseriösen Quellen ausnutzen, um Menschen zu betrügen. In Fake-Shops sollen die Täter neben minderwertigen Medizinprodukten auch Arzneimittel vertreiben, die angeblich vor COVID-19 schützen. In Einzelfällen wurde sogar ein angeblicher Corona-Impfstoff zum Verkauf angeboten, der allerdings nicht frei verkäuflich ist.

Nur in Deutschland zugelassene Arzneimittel kaufen

„Wir raten dazu, jedes Angebot im Internet und die Seriosität der Anbieter genau zu prüfen. Ein fehlendes Impressum kann beispielsweise ein Hinweis darauf sein, dass der Online-Händler nichts Gutes im Schilde führt“, sagt Dr. Stefanie Hinz, Vorsitzende der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Außerdem empfiehlt die Polizei, dass die User auf Informationen offizieller Stellen achten sollen, insbesondere im Zusammenhang mit Impfaktionen in der Umgebung. Offizielle Stellen sind beispielsweise Stadt- oder Gemeindeverwaltungen, das Gesundheitsamt, Landes- und Bundesministerien sowie das Robert Koch Institut (RKI).

Medizinprodukte oder Arzneimittel sollen nur bei zugelassenen Internetapotheken bestellt werden. Dabei ist es wichtig darauf zu achten, dass der Onlineanbieter im Versandapothekenregister (VAR) auf der Internetseite des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) aufgeführt ist.

Die Polizei rät auch, nur in Deutschland zugelassene Arzneimittel und Medizinprodukte zu kaufen. Welche das sind, können unter www.pharmnet-bund.de recherchiert werden.

Weitere Informationen über Betrugsmaschen im Zusammenhang mit Corona können hier abgerufen werden: www.polizei-beratung.de/corona-straftaten .

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