Die Oberbürgermeister der Partnerstädte: Roland Ries (links) aus Straßburg und Fritz Kuhn aus Stuttgart. Das Bild entstand im Jahr 2016. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Der Stuttgarter OB hat am Mittwoch seinem Amtskollegen Roland Ries das Mitgefühl der Stuttgarter übermittelt und von der großen Betroffenheit berichtet. In der Tat ist Straßburg für Stuttgart eine ganz besondere Partnerstadt.

Stuttgart - Nach der Schießerei in der Stuttgarter Partnerstadt Straßburg hat Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) mit seinem französischen Amtskollegen Roland Ries Kontakt aufgenommen und ihn des Mitgefühls aller Stuttgarter versichert. „Wir sind tief betroffen von den Nachrichten, die uns aus unserer Partnerstadt erreichen. Unsere Gedanken sind bei den Familien und Freunden der Opfer, wir wünschen den Verletzten schnelle und umfassende Genesung“, erklärte Kuhn am Mittwoch auch in einer Pressemitteilung, nachdem der Angriff mit einer Schusswaffe und einem Messer in der Straßburger Altstadt am Abend zuvor drei Menschen das Leben gekostet hatte und offenbar zwölf Menschen verletzt worden waren.

Kuhn rief in Erinnerung, dass Stuttgart der „engen Partnerschaft“ mit Straßburg bedeutende Verbindungen zwischen den Menschen in beiden Städten verdanke, was in Schüleraustauschen, Bürgerbegegnungen, Kultur- und Sportprojekten zum Ausdruck komme. Dadurch sei eine „enge Freundschaft mit dieser weltoffenen europäischen Metropole“ entstanden.

Schon OB Rommel war diese Städtepartnerschaft sehr wichtig

Diese Bedeutung der Städtepartnerschaft hob auch Nadia vom Scheidt hervor, die Leiterin der Abteilung Außenbeziehungen der Stadt Stuttgart. Sie sagte unserer Zeitung: „Man kann schon sagen, dass die Städtepartnerschaft mit Straßburg unter unseren Partnerschaften eine ganz besondere ist.“ Es gebe viele Beziehungen zwischen Bürgern und Gruppierungen in Stuttgart und Straßburg. Die geografische Nähe der berühmten Stadt im Elsass habe das Ihre dazu beigetragen.

In den letzten Jahren seien die Beziehungen noch einmal sehr intensiviert worden, doch bereits dem damaligen OB Manfred Rommel (CDU) sei in seiner Amtszeit von 1975 bis 1996 Straßburg sehr wichtig gewesen. „Rommel war sehr frankophil“, sagte Nadia vom Scheidt. Angesichts all dieser Aspekte sei sie sicher, dass die Schießerei in Straßburg und ihre gravierenden Folgen sehr viele Stuttgarter betroffen machten.

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