In drei Kilometern Umkreis um den Auenwalder Betrieb wird nun ein Sperrgebiet festgelegt. Foto: dpa/Stefan Sauer

Die hochansteckende, durch ein Virus ausgelöste Geflügelpest ist im Rems-Murr-Kreis angekommen. Betroffen ist bislang ein Betrieb in Auenwald. Das Veterinäramt bittet Geflügelhalter um Mithilfe.

Rems-Murr-Kreis - Durch eine Lieferung von Junghennen aus einem mit Geflügelpest infizierten Betrieb im Raum Paderborn in Nordrhein-Westfalen ist die sehr ansteckende Viruskrankheit nun in Baden-Württemberg und im Rems-Murr-Kreis gelandet. Betroffen ist bislang ein Betrieb in Auenwald, laut dem Ministerium für Ländlichen Raum hat der Aufzuchtbetrieb aber Junghühner an bis zu 60 Kleinhaltungen in Baden-Württemberg ausgeliefert. Geflügelhalter, die seit Anfang März Junghennen aus Nordrhein-Westfalen zugekauft haben, werden daher gebeten, sich beim zuständigen Veterinäramt zu melden. Letzteres hat laut dem Landratsamt am Dienstag den Auenwalder Betrieb gesperrt und Proben genommen, wobei die Geflügelpest nachgewiesen wurde. Am Mittwoch wurden alle Tiere getötet, um eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Laut dem Landratsamt waren die Hühner erheblich erkrankt oder bereits verendet.

Veterinäramt legt Sperrgebiet fest

Um ein mögliches weiteres Ausbreiten der Tierseuche zu verhindern, wird das Veterinäramt Restriktionszonen festlegen: In einem Radius von drei Kilometern um den Ausbruchsbestand wird ein Sperrgebiet, in einem Radius von insgesamt zehn Kilometern ein Beobachtungsgebiet festgelegt. Dort gilt nun eine Aufstallungs- und Meldepflicht sowie Handelsbeschränkungen, die Details werden noch diese Woche auf der Website des Landratsamtes amtlich bekannt gemacht. Alle Geflügelhalter, die seit dem 1. März Junghennen aus Nordrhein-Westfalen erhalten haben, sollten sich ans Veterinäramt wenden (0 71 91/ 895 40 62) oder per E-Mail an veterinaeramt@rems-murr-kreis.de.

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