Der Neubau auf dem Areal der ehemaligen Lindenturnhalle ist Teil der Neugestaltung des Köngener Ortseingangs. Das Gebäude mit betreutem Wohnen soll Platz für Zusammentreffen bieten.
Pünktlich zum geplanten Start der Arbeiten am künftigen Lindenquartier wurde auch die Baugenehmigung ausgestellt. „Ich freue mich, dass es jetzt losgeht“, sagt Köngens Bürgermeister Otto Ruppaner. Noch in diesem Jahr soll mit dem Verbau, der Absicherung des Grundstücks und der umliegenden Straßen begonnen werden, erklärt Geschäftsführer Matthias Günther vom Projektträger FWD Hausbau- und Grundstücksgesellschaft. Im Anschluss starten zu Beginn des nächsten Jahres die Erdarbeiten.
Entstehen werden auch eine Tagespflege und ein Bäckereicafé
Der Baustart sei für alle Beteiligten etwas Besonderes, sagt Ruppaner. „Das Projekt ist seit langem in der Planung“, erklärt er. Gemeinsam mit dem Kuratorium Deutsche Altershilfe befragte die Gemeinde die Einwohner bereits im Vorfeld des Projekts, wie sie im Alter leben wollen. Etwa 80 Prozent der Befragten gaben als Antwort ein Gebäude mit betreutem Wohnen an. „Die Bürgerschaft war dadurch schon lange vorbereitet“, sagt Ruppaner. Neben den 42 barrierefreien Seniorenwohnungen entstehen auf dem Areal im Erdgeschoss des Gebäudes auch eine Tagespflegeeinrichtung und ein Bäckereicafé.
Das Lindenquartier ist Teil des Sanierungsgebiets „Ortskern IV“, zu dem auch die geplanten Neugestaltungen des Festplatzes und des Ortseingangs in Richtung Denkendorf gehören. „Der Ortseingang bekommt ein ganz neues Gesicht“, sagt Ruppaner. In Vorbereitung auf die Neugestaltung musste die Lindenturnhalle abgerissen werden. In ihr befand sich lange auch das Jugendhaus Trafo, welches jetzt im 2020 eröffneten Burgforum zuhause ist. „Durch das Gesamtkonzept wurden alle Bevölkerungsgruppen bedacht“, sagt Ruppaner.
Bereits die Hälfte der Wohnungen im Lindenquartier sei verkauft, erklärt Matthias Günther. „In der heutigen Zeit ist das ein gutes Zeichen für das Projekt“, sagt er. Die Käufer der Wohnungen kommen überwiegend aus Köngen und der Umgebung. „Die Verbundenheit mit dem Ort gehört dazu“, sagt Günther. Es sei wichtig für die Einwohner, ihr soziales Umfeld und die bekannten Strukturen nicht verlassen zu müssen, betont auch Ruppaner. Der Neubau sei auch eine Chance für den Wohnungsmarkt. „Es schafft die Möglichkeit für jüngere Menschen, Gebäude in der Gemeinde neu zu beziehen“, sagt der Köngener Bürgermeister.
In zwei Jahren soll das Lindenquartier bezugsfertig sein
Im Lindenquartier werde das Zusammentreffen von Menschen im Vordergrund stehen, erklärt Günther. Ein Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss soll den Bewohnern ermöglichen, ihre Zeit selbst zu gestalten und sich zu treffen. „Betreutes Wohnen bedeutet wohnen in Selbstverwaltung“, erklärt Günther. Auch Veranstaltungen könnten vom Betreuungsträger, der Sozialstation Wendlingen, geplant werden. „Dafür müssen die Räume natürlich fertig sein“, sagt Günther. Er rechnet mit einer Bauzeit von etwa zwei Jahren, Ende 2025 soll das Lindenquartier bezugsfertig sein.