Noch sind alle Planungen vorläufig, doch so in etwa könnten die Gebäude aussehen. Foto:  

In der Alemannenstraße 11 in Holzgerlingen sollen zwei Gebäude mit Betreutem Wohnen entstehen. Der Gemeinderat hat dem Bauvorhaben grünes Licht gegeben.

Die Nachfrage nach Betreutem Wohnen für Senioren wächst. Mit einer neuen Wohnanlage in der Alemannenstraße möchte die Stadt Holzgerlingen dieser Entwicklung Rechnung tragen.

 

Schon vor Jahren habe die Stadt begonnen, das Thema Betreutes Wohnen weiterzudenken, erklärte Bürgermeister Ioannis Delakos in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Neben den Angeboten im Haus am Ziegelhof wurde deshalb bereits weiterer Raum für Betreutes Wohnen erschlossen. Und dabei soll es nicht bleiben: Die Graf Wohnbau GmbH aus Herrenberg möchte in der Alemannenstraße 11 insgesamt 17 Wohnungen realisieren. Einen Namen hat das Kind bereits: „Schönbuch Quartier“.

Geplant sind zwei dreigeschossige Gebäude, die durch einen Gemeinschaftsraum miteinander verbunden sind. Die Zwei- bis Dreizimmerwohnungen, allesamt altersgerecht und barrierefrei, sollen zwischen 53 und 88 Quadratmeter groß werden. Was das Parken angeht, weicht die Planung von den üblichen 1,5 Parkplätzen pro Wohneinheit ab. Mit 14 Tiefgaragenstellplätzen und vier Parkplätzen im Außenbereich läge der Schnitt bei ziemlich genau einem. Ein Problem stelle das erfahrungsgemäß nicht dar, betonte Louisa Graf-Kacar von Graf Wohnbau auf eine Rückfrage aus dem Gremium. Bei ähnlichen, von ihnen bereits realisierten Projekten in Nufringen und Öschelbronn stünden die Parkplätze tendenziell eher leer, da viele Senioren kein eigenes Auto mehr besitzen, führte sie aus.

Das Konzept des Betreuten Wohnens setze beim Wunsch vieler Menschen an, nicht ihre gewohnte Umgebung verlassen und dennoch nicht der Familie zur Last fallen zu müssen, erklärte sie. Die geplanten Projekte lägen stets innenstadtnah, bieten Privatsphäre, altersgerechte Räumlichkeiten, Betreuung und – wenn gewünscht – Gemeinschaft. Den Betreiber der Betreuungsleistungen gilt es noch zu suchen.

Der Gemeinderat hatte sich bereits in der Vergangenheit mit dem Projekt befasst. Für das Gremium ging es in der jüngsten Sitzung vor allem um bauchrechtliche Fragen. Genauer gesagt: um die Zustimmung zum Abrücken von der Baulinie sowie die Parkplatz-Frage. Laut Bürgermeister Delakos „absolut unkritisch“ – vor allen Dingen, da in diesem Wohngebiet so gut wie alle Gebäude von der Baulinie abweichen.

Ungeachtet dessen liegen schon Einwendungen aus der Nachbarschaft vor, meinte der Bürgermeister. Sorgen bereiteten ihm diese nicht. Das Bauprojekt sei seines Erachtens „verträglich in dem Bereich“. Der Gemeinderat folgte dieser Einschätzung und stimmte dem Baugesuch einstimmig zu.