Die deutsche Bahn hat sich am britischen Unternehmen Skyports beteiligt. Foto: dpa/Federico Gambarini

Die Deutsche Bahn hat sich am britischen Unternehmen Skyports beteiligt. Nun denkt sie darüber nach, ob sich die Eisenbahn mit Flugtaxis und Liefer-Drohnen vernetzen lassen könnte.

Berlin - Vom ICE ins Flugtaxi umsteigen? Noch geht das nicht. Die Deutsche Bahn denkt aber darüber nach, ob sich die Eisenbahn mit Flugtaxis und Liefer-Drohnen vernetzen lassen könnte. Dazu hat sie sich am britischen Unternehmen Skyports beteiligt, wie die Bahn am Donnerstag mitteilte. Skyports betreibt Landeplätze für solche Fluggeräte und organisiert Lufttransporte. Für die Bahn stehen zunächst Lieferdrohnen im Blickpunkt: Ein Pilotprojekt mit Skyports solle ergründen, ob Drohnen in einer Lieferkette Warentransporte schneller, flexibler und effizienter machen, hieß es.

„Die Drohnentechnologie entwickelt sich rasant“, sagte Bahn-Technikvorstand Sabina Jeschke. „Gemeinsam mit Skyports wollen wir untersuchen, wie wir an dieser dynamischen Entwicklung für den Personen- und Warenverkehr der Zukunft teilhaben können.“ Die Bahn ist dazu auch am Mobilitätstestfeld „Urban Air Mobility“ in Ingolstadt beteiligt. Bis es Flugtaxis für jedermann gibt, können aus Expertensicht aber noch Jahrzehnte vergehen.

Wieviel Geld sie in Skyports steckt, teilte die Bahn nicht mit. Nach Angaben der britischen Firma nimmt der deutsche Staatskonzern mit seiner Tochter Deutsche Bahn Digital Ventures Teil an einer Finanzierungsrunde, in der mehrere Unternehmen insgesamt 5,35 Millionen britische Pfund (6,37 Millionen Euro) zusagten. Damit wolle man weitere Grundstücke für Landeplätze kaufen, etwa in Singapur und Los Angeles, erklärte Skyport.

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