Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links), spricht im Parlamentspalast mit Rumäniens Senatspräsident Mircea Geoana. Foto: dapd

Winfried Kretschmann plädiert in Rumänien für eine Weiterentwicklung des Donauraums.

Bukarest - Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat zum Auftakt seines zweitägigen Besuchs in Rumänien für eine Weiterentwicklung des Donauraums plädiert. Es komme dabei darauf an, „Ökonomie und Ökologie auf eine Spur zu bringen“, sagte Kretschmann am Mittwoch im Gespräch mit dem rumänischen Senatspräsidenten Mircea Geoana in Bukarest.

Die EU-Donaustrategie ist als zentrales Gesprächsthema Kretschmanns in Bukarest vorgesehen. Kretschmann betonte, dass ihm dies auch ein persönliches Anliegen sei. „Ich habe in der Donau schwimmen gelernt“, sagte er. Der Fluss entspringt in Baden-Württemberg und mündet in Rumänien ins Schwarze Meer. Der Unterlauf der Donau gilt als wirtschaftlich eher unbedeutend, da er nicht reguliert und daher nur begrenzt schiffbar ist. Umweltschützer begrüßen es indes, dass an diesem Abschnitt der Donau Flora und Fauna relativ ungestört gedeihen.

Geoana, als Sozialist Oppositionspolitiker und Vorsitzender der oberen Parlamentskammer (Senat), wies den Gast aus Stuttgart darauf hin, dass sein Land noch massive Probleme mit Korruption und schwacher Verwaltung habe. Zudem schaffe es das Land bislang nicht, die zur Verfügung stehenden EU-Mittel in ausreichendem Maß abzurufen. Beide Politiker waren sich einig, dass des angesichts der globalen Krise wichtig sei, das Projekt Europa weiterzubringen.

An diesem Donnerstag trifft Kretschmann in Bukarest den Staatspräsidenten Traian Basescu. Auch ein Gespräch mit Ministerpräsident Emil Boc ist geplant. Die Wirtschaftsdelegation will sich über den Geschäfts- und Investitionsstandort Rumänien informieren. Auch Vertreter von Vertriebenenverbänden der Siebenbürger Sachsen und der Banater Schwaben sind mitgereist.

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