„Schäfchen im Trockenen“ von Anke Stelling, Verbrecher Verlag, 22 Euro. Foto: Pav

Was taugt eigentlich „Schäfchen im Trockenen“ von Anke Stelling, aktuell auf Platz 19 der „Spiegel“-Bestsellerliste?

Stuttgart - Anke Stelling hat ein Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig absolviert. 2015 war ihr Roman „Bodentiefe Fenster“ nominiert auf der Longlist des deutschen Buchpreises. Doch was taugt eigentlich ihr neuestes Buch „Schäfchen im Trockenen“, aktuell auf Platz 19 der „Spiegel“-Bestsellerliste?

Der Inhalt

Resi lebt in Berlin-Mitte, ist Schriftstellerin und hat vier Kinder mit einem Mann, der auch nicht viel verdient. Die Mieten steigen. Ihre betuchten Freunde gründen eine Baugemeinschaft. Resi muss passen, wegziehen und erkennt: Das Leben ist kein Streichelzoo.

Die Autorin

Anke Stelling, Jahrgang 1971, ist in Stuttgart aufgewachsen und lebt mit ihrer Familie in Berlin. Für „Schäfchen im Trockenen“ bekam sie den diesjährigen Preis der Leipziger Buchmesse.

Der Spannungsfaktor

Was tun, wenn man sich im exklusiven Ökobiedermeier von Berlin-Mitte einnisten will, das Geld aber nur für die Plattenbauhölle am Stadtrand reicht?

Der Gesprächsfaktor

Die Klassengesellschaft ist heute auch nicht mehr das, was sie einmal war.

Die Leseprobe

„War nicht unser Traum ein anderer gewesen? Ein Haus zu besetzen, anstatt es zu besitzen?“

Das Niveau

Flott zu lesen, aber betont unliterarisch. Ich-Erzählung irgendwo zwischen engagierter Zeitungsreportage, eingängigem Pop-Song und empörtem Mutti-Blog.

Das passende Accessoire

Ein Bauplatz. Und eine unerwartete Erbschaft in sechsstelliger Höhe.

Das Buch ist genau das Richtige

für ängstliche Mittelschichtler.

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