„Kaffee und Zigaretten“, Ferdinand von Schirach, Luchterhand Verlag, 20 Euro Foto: göt

Was taugt eigentlich „Kaffee und Zigaretten“ von Ferdinand von Schirach, aktuell auf Platz eins der „Spiegel“-Bestsellerliste?

Stuttgart - Was taugt eigentlich „Kaffee und Zigaretten“ von Ferdinand von Schirach, aktuell auf Platz eins der „Spiegel“-Bestsellerliste?

Der Inhalt

Erzählungen, Anekdoten, Meldungen, Notizen, Impressionen – 48 Stück auf 187 Seiten, sehr groß gesetzt. Es geht um nichts weniger als: alles, das Leben. Viel um Tod, Moral und Schuld. Glück und die Liebe sind da in der Defensive, aber der Autor träumt von ihnen.

Der Autor

Mit den ersten beiden Erzählungsbänden „Verbrechen“ und „Schuld“ hatte der auf Strafrecht spezialisierte Rechtsanwalt vor zehn Jahren sofort großen Erfolg. Jetzt lebt er vom Schreiben.

Der Spannungsfaktor

Der Aggregatswechsel von besinnlich zu schaurig zu traurig zu melancholisch zu abgründig – ach, lesen Sie selbst.

Der Gesprächsfaktor

Der soll mal ein bisschen aufpassen: Der raucht zu viele Zigaretten. Bald sieht er aus wie Michel Houellebecq.

Die Leseprobe

„Und nach all diesen Jahren habe ich begriffen, dass die Frage, ob der Mensch gut oder böse ist, eine ganz und gar sinnlose Frage ist.“

Das Niveau

Subjekt, Prädikat, Objekt. Subjekt, Prädikat, Objekt. Subjekt, Prädikat, Objekt.

Das passende Accessoire

Strick oder Schokolade.

Das Buch ist genau das Richtige für

jene, die mit David Foster Wallace nichts anfangen können.

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