Eine Industriemaschine im Blick der Camera obscura. Foto: Alexander Riffler

Die Cannstatter Galerie Wiedmann zeigt besondere Fotokunst, mit der Camera Obscura von Alexander Riffler und mit effektvollen Selfies von Charles Monroe.

Die Camera Obscura fasziniert die Menschen. Das weiß auch Kuratorin Dajana Eisele. Sie zeigt ab 6. Juli unter dem Thema „Obscure Spiegelungen“ in der Galerie Wiedmann Werke von zwei Fotokünstlern, die auf unterschiedliche Weise mit Fotografien arbeiten. Mit der Camera Obscura, einer besonderen Form der Langzeitbelichtung, arbeitet Künstler Alexander Riffler und schafft damit poetische Bilder von Industriemaschinen, verschiedenen Arten von Rädern und Autos. In der Galerie Wiedmann präsentiert er die verborgene Seite, die „Schattenseite“ der Objekte. 1950 in Innerbraz in Österreich geboren, lebt und arbeitet Riffler in Waiblingen. Mit Ausstellungen in Namibia, Österreich, Berlin, Stuttgart, Fellbach, Crailsheim, und Waiblingen wurde er bekannt. Riffler ist Spezialist für Camera Obscura-Installationen und ist Dozent für Fotografie an der Kunstschule Unteres Remstal in Waiblingen.

Selbstbildnisse mit Spiegelungen

Charles Monroe,mit bürgerlichem Namen Freddy Witz, nutzt sein Handy für seine Fotografie und macht Selbstbildnisse damit. Doch meist ist bei den Selfies von ihm selbst nicht viel zu erkennen, so Eisele. Er hat an der Kunstakademie Mannheim und Karlsruhe studiert und ist durch seine Wahlheimat Berlin gestreift. Dort hat er Spiegelungen gefunden mit verblüffenden Effekten, wie die Ausstellung zeigen wird. Beide Künstler schaffen ungewöhnliche Blicke auf die Dinge, die uns umgeben.

Begehbare Camera Obscura in Bad Cannstatt

Doch dem nicht genug: Die Galerie Wiedmann selbst wird zur Midisage der Ausstellung am 20. Juli um 18 Uhr eine begehbare Camera Obscura einrichten, und zwar im Kunstraum5 in der Spreuergasse 5. Diese Kamera wird bis 27. Juli geöffnet sein und von dort aus Bilder einfangen. Informiert wird dann zeitnah auf www.galeriewiedmann.de. Mit der Ausstellung „Obscure Spiegelungen“ nimmt die Galerie Wiedmann am Fotosommer Stuttgart 24 teil, der in der Staatsgalerie am 19. Juli eröffnet wird. Der Fotosommer Stuttgart zeigt vom 19. bis 27. Juli in Kooperation mit Galerien und Institutionen an ausgewählten Orten in Stuttgart fotografische Arbeiten zum Thema Transformation. Die Ausstellung „Obscure Spiegelungen“ wird am 6. Juli um 19 Uhr im Kunstraum 5, Spreuergasse 5, von Dajana Eisele eröffnet. Die Schau ist bis 3. August in der Galerie Wiedmann, Tuchmachergasse 6, zu sehen.