Die Panoramatafel hilft bei der Zuordnung von markanten Punkten am Horizont. Foto: isa

Auf dem Oeffinger Besinnungsweg in Fellbach gibt es jetzt für die Besucher bei der Station „Freiheit“ eine neue Infotafel. Allerdings versteht nicht jeder unter dem Begriff das Gleiche.

Bewusst haben Organisatoren und Vorstand des Vereins Besinnungsweg Fellbach das Kunstwerk „Freiheit“ des Künstlers Henk Visch auf eine Anhöhe gestellt – und dafür im Jahr 2013 diese markante Anhöhe auf dem Oeffinger Feld geschaffen. 308,3 Meter hoch ist sie. Das führt dazu, dass das stählerne Fabelwesen von Weitem sichtbar ist und in die Weite wirkt.

 

Es ist der höchste Punkt des Besinnungswegs. Der Blick geht weit ins Land, bei schönem Wetter bis auf die Höhen Stuttgarts, zum Fernsehturm, dem Schurwald und dem Kappelberg. Man sieht den Rotenberg, aber auch in Richtung Remstal die Windräder oberhalb von Winterbach. An klaren Tagen scheinen der Korber Kopf, der Hörnleskopf und der Kleinheppacher Kopf zum Greifen nah. Ein wundervolles Rundum-Panorama, 360 Grad, unverbaut.

Die Besucher genießen den weiten Blick ins Land

Nicht nur der Vereinsvorsitzende Paul Rothwein mag diesen weiten Blick ins Land sehr, auch die Besucher der Station genießen ihn. Aber die meisten von ihnen rätseln und tun sich mit der Zuordnung der markanten Punkte schwer. Dem wurde jetzt Abhilfe geschaffen. Schon lange schwebte Paul Rothwein und dem Verein vor, mit einer Panoramatafel bei der beliebten Station „Freiheit“ den Menschen die entsprechenden Informationen zu liefern. Jetzt wurde die Tafel eingeweiht. Sie ist robust, Wetterextreme wird sie gut überstehen. Die informative, schwere, kreisrunde Kupferplatte liegt auf einem Betonsockel, fest verankert und sicher befestigt. Möglich geworden ist diese solide Ausführung auch durch die großzügige Spende des Oeffinger Unternehmers Karl Dapper. Der Vorsitzende des Vereins, Paul Rothwein, ist darüber sehr glücklich.

Wie immer hat der Vorstand des Besinnungsweg-Vereins über den Tellerrand und in dem Fall über die Panoramaplatte hinaus gedacht: Im äußeren Bereich sind die Panoramen der umgebenden Landschaft benannt und verortet. In einem inneren, leicht erhabenen Kreis werden die Stationen des Besinnungswegs mit Namen aufgeführt und der sie verbindende Weg aufgezeigt. Zwei Informationen also in einer Tafel. „Großartig“, lautet das Urteil vieler Besucher. „Das hat eigentlich noch gefehlt“, freuen sich andere über die Informationen.

Bei der Einweihung der Panoramtafel begleitete eine Handvoll Bläser des Musikvereins Oeffingen die Worte von Fellbachs Baubürgermeisterin Beatrice Soltys und Pastoralreferent Martin Wunram mit einigen Musikstücken. Ein denkwürdiger Auftritt, den sich rund 50 Besucher nicht entgehen lassen wollten. Wegen Regenschauer verfolgten sie diesen unter dem von Paul Rothwein aufgebauten Unterstand einigermaßen geschützt.

Freiheit heißt auch Verantwortung

Auch Martin Wunram hatte mit dem April-Wetter zu kämpfen, entwickelte aber dennoch seine Gedanken zum Thema Freiheit. Sie stelle eine Ursehnsucht des Menschen dar, bringe ihn und die Welt aber auch „immer wieder an den Abgrund, weil wir auf Kosten anderer leben“. Deshalb heiße Freiheit immer auch Verantwortung „für die anderen“ und für die Umgebung, die Landschaft. Jetzt kann man sie besser zuordnen, das Panorama bekommt durch die Infotafel Kontur und vieles einen Namen. Die wichtigsten, markanten Punkte sind mit erhabener Schrift hervorgehoben, und auch das Skelett des Schwabenlandtowers kommt vor.