Für eine Seite des Murrufers wird ein Hundeverbot gefordert, auch weil die Tiere dort offenbar Haufen hinsetzen. Foto: dpa/Roland Holschneider

Ein Bürger fordert ein Hundeverbot am Murrufer für diejenige Seite, auf der der Hermannsplatz liegt. Ihm ist ein Dorn im Auge, dass Tiere dort mitunter frei herumlaufen und ihr großes Geschäft erledigen. Der Bürgermeister sieht für eine Sperrung aber keinen Anlass.

Soll es am Ufer der Murr auf der Seite des Hermannsplatzes ein Hundeverbot geben? Wenn es nach Otto Hartmann geht, führt daran kein Weg vorbei. Der Murrer, der sich mit einem offenen Brief an die Gemeinde gewandt hat, beobachtet zunehmend, dass Hundehalter ihre Tiere auf dem Dammweg frei herumlaufen lassen. „Als ich kürzlich mit meinem fünfjährigen Enkel dort war, standen uns plötzlich fünf große Hunde unangeleint gegenüber – weiter oben hatten sie bereits hingeschissen.“

Laut Hartmann ist das kein Einzelfall. „Manche Hundehalter sind früher auf den Parkplatz gefahren und haben dort ihre Tiere rausgelassen – jetzt benutzen sie den Dammweg.“ Das Kleinod sei jedoch schützenswert. Murr sollte sich an Berchtesgaden ein Beispiel nehmen. Die bayerische Kommune hat das Ufer des Königssees für Hunde gesperrt. „Als Ersatz könnte die Gemeinde das andere Murrufer anbieten“, findet Hartmann. Die Nachbargemeinde Pleidelsheim habe offenbar eine Hundewiese in der Nähe der Sportanlagen bereitgestellt. Er habe dort kürzlich einige Herrchen und Frauchen mit ihren Tieren gesehen, berichtet der Rentner.

Für eine Sperrung des Murrufers auf der Seite des Jugendhauses sieht der Bürgermeister Torsten Bartzsch derzeit keinen Anlass. „Die meisten Hundehalter gehen verantwortungsbewusst mit ihren Tieren um.“ Es gebe aktuell keine Zunahme von Fällen, in denen der Kot von Hunden liegenbleibe. Ob die Gemeinde Plastikbeutel am Wegesrand platzieren sollte, damit der Kot aufgenommen werden kann, sei im Gemeinderat schon öfter diskutiert worden. Letztlich habe man sich dafür entschieden, nur mehr Mülleimer am Wegesrand aufzustellen. „Die Plastikbeutel – egal ob es eigene oder welche aus Behältern sind – sollen nicht auf die Felder geworfen werden.“ Man könne nicht verhindern, dass schwarze Schafe unter den Hundehaltern dies machten.

  
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