Das Wohngeld für Geringverdiener wird erhöht. (Symbolbild) Foto: dpa/Patrick Pleul

Geringverdiener, denen das Geld für die Miete nicht reicht, können Wohngeld beziehen. Doch weil viele trotz Mietenexplosion keine Förderung erhalten, wird die Leistung nun ausgeweitet, wie der Bundestag am Freitag beschloss.

Berlin - Das Wohngeld für Haushalte mit geringem Einkommen soll zum Jahreswechsel steigen. Der Bundestag stimmte am Freitag mit den Stimmen der Koalitionsparteien CDU, CSU und SPD in Berlin für eine entsprechende Novelle. Linke, Grüne und FDP enthielten sich. Der Bundesrat muss die Änderungen noch billigen.

Mit Wohngeld werden einkommensschwache Haushalte, die mit Geld knapp über Hartz-IV-Niveau auskommen müssen, unterstützt. Bund und Länder tragen die Kosten je zur Hälfte. Die meisten Empfänger (74 Prozent) bekamen 2017 weniger als 200 Euro im Monat Wohngeld.

Mit der Reform sollen künftig mehr Menschen Wohngeld erhalten. Nach Berechnungen im Auftrag des Innenministeriums sollen rund 660.000 Haushalte von der Reform profitieren, darunter 180.000 Haushalte, die derzeit kein Wohngeld erhalten. Bedürftige Zwei-Personen-Haushalte, die derzeit im Schnitt 145 Euro Wohngeld im Monat bekommen, sollen demnach künftig 190 Euro erhalten, also etwa 30 Prozent mehr. Zudem soll der Satz künftig alle zwei Jahre an die Entwicklung von Mieten und Einkommen angepasst werden. Vertreter der Oppositionsparteien kritisierten die Reform als unzureichend.

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