Berufsbilderbörse in Stuttgart-Feuerbach Berufstätige Frauen hoben das Projekt aus der Taufe

Von Georg Friedel 

Edeltraud John,  inzwischen in Pension,  hat einst  die Berufsbörse initiiert. Foto: Linsenmann
Edeltraud John, inzwischen in Pension, hat einst die Berufsbörse initiiert. Foto: Linsenmann

Am Neuen Gymnasium in Feuerbach können sich Schüler seit zwei Jahrzehnten über Berufsbilder informieren. Am Freitag veranstaltet der Schulverein des Neuen Gymnasiums (NG) von 14 bis 17 Uhr zum 20. Mal seine Berufsbilderbörse (BBB).

Feuerbach - Der Schulverein des Neuen Gymnasiums (NG) veranstaltet am Freitag, 26. Januar, von 14 bis 17 Uhr zum 20. Mal seine Berufsbilderbörse(BBB). Längst hat sich auch an anderen Schulen herumgesprochen, dass es bei dieser jährlich am NG stattfindenden Veranstaltung wichtige Tipps und Anregungen für berufssuchende Abiturienten und auch jüngere Schüler gibt, die sich selbst ein Bild von den Berufen machen können. Dabei liegt die Besonderheit der BBB in ihrer Organisationsform: „Entgegen vieler messeartig organisierten Veranstaltungen setzt die BBB ganz auf die Möglichkeit, in Kleingruppen nach einer allgemeinen Informationsphase durch den Referenten, direkt mit den ‚Profis‘ ins Gespräch zu kommen“, sagt Alexander Mak, Lehrer und Beauftragter für Berufsorientierung am NG. Eingeladen sind alle interessierten Gäste und nicht nur die Schüler aus dem NG.

Schulbürgermeisterin Isabel Fezer wird ein Grußwort halten

Anlässlich des Jubiläums wird es von 13.30 Uhr an eine kleine Feierstunde im Erdkundesaal des Neuen Gymnasiums geben. Schulbürgermeisterin Isabel Fezer wird ein Grußwort halten. Initiatorin Edeltraud John, die inzwischen im Ruhestand ist, erinnert sich noch an die Anfänge: „Hilfreich für anspruchsvolle Berufe von Frauen war bei den ersten Berufsbilderbörsen der Verein Soroptimist International.“ Ärztin und Mutter Eva-Tabitha Thomas, Mitglied bei den Soroptimistinnen, hatte damals im Vorfeld der ersten BBB mit Edeltraud John gesprochen und so entstand die Idee, verschiedene Berufsbilder regelmäßig in der Schule zu präsentieren: „Wir sind ja ein Club berufstätiger Frauen, deshalb lag es nahe, unsere Erfahrungen aus ganz verschiedenen Tätigkeitsfeldern in diesem Zusammenhang einzubringen“, berichtet Thomas. Mehrere Bekannte und Freundinnen aus dem Verein konnte sie damals gewinnen, sich an der BBB zu beteiligen.

John hat bei ihren eigenen Kindern erlebt, wie unterschiedlich die Suche nach einem passenden Beruf verläuft. „Manch einer weiß schon mit 15 Jahren, wohin es gehen soll und verfolgt das Ziel mit Ausdauer, andere müssen einen langen Suchlauf starten. Die BBB kann immerhin ein gewisses Spektrum an Berufen anbieten“, berichtet sie. Initiatorin John freut sich jedenfalls, dass die Börse nach wie vor einmal im Jahr veranstaltet wird. „Es ist schön, dass über das normale Pensum hinaus, Kollegen bereit sind, für die Schüler diese Veranstaltung zu organisieren.“

Redaktion Feuerbach

Ansprechpartner
Torsten Ströbele und Georg Friedel
feuerbach@stz.zgs.de

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