Braucht es ein Hochschulstudium, um im Leben glücklich zu werden? Nein, sagt Felix Winkler, Geschäftsführender Rektor der beruflichen Schulen. Beim Berufecasting sollen junge Menschen die Vielfalt und Chancen einer Ausbildung kennenlernen.
Nicht nur ein Hochschulstudium ist ein guter Startpunkt für eine erfolgreiche Zukunft, sondern ebenso eine betriebliche Ausbildung. Das betont Felix Winkler, der Geschäftsführende Rektor der beruflichen Schulen in Stuttgart, immer wieder. Dass viele Jugendliche und ihre Eltern auf eine akademische Ausbildung fokussiert sind, kann er nicht nachvollziehen.
Viele Ausbildungsberufe würden sichere Arbeitsplätze, sinnstiftende Tätigkeiten, Aufstiegschancen und ein gutes Einkommen bieten. Um das und die Vielfalt in der Welt der Ausbildung deutlich zu machen, hat Felix Winkler das Berufecasting ins Leben gerufen. In dieser Woche nehmen knapp 1500 Stuttgarter Schülerinnen und Schüler aus allen Schularten an Tagespraktika an 18 beruflichen Schulen teil und lernen so insgesamt etwa 80 verschiedene Berufe kennen. Das Besondere: Eine Lehrkraft begleitet die Jugendlichen. Für Felix Winkler gehört das zum Konzept. Denn auf diese Weise würden die Lehrkräfte selbst verschiedene Berufe kennenlernen und könnten als Multiplikatoren in ihren Schulen die Chancen der beruflichen Bildung verdeutlichen. Zu der Aktion gehört eine Onlineplattform, auf der viele Berufe vorgestellt werden. Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen können diese auch für ihren Unterricht nutzen, zum Beispiel wenn es am Gymnasium um die Berufs- und Studienorientierung geht. Anmeldungen für das dritte Berufecasting, das für Februar 2026 geplant ist, werden voraussichtlich vom 1. Dezember an möglich sein.
Die Aktion ist Teil des Landesprogramms zur Förderung von Innovationsprojekten. Perspektivisch soll es sie auch in anderen Landkreisen geben.
Das Online-Tool findet sich unter: www.berufecasting-stuttgart.de