Ein originalgetreuer Nachbau des ersten Benz Patent Motorwagens vor dem Neuen Schloss in Stuttgart. Foto: dpa

Jaja, Baden ist immer noch Konkurrenz für Württemberg. Trotzdem muss man anerkennen: Ein paar G'scheite haben sie hervorgebracht - beispielsweise Johann Peter Hebel, Carl Friedrich Benz, Friedrich Ebert, Martin Walser, Joachim Löw oder Anne-Sophie Mutter.

Stuttgart - Baden, einst Großherzogtum und Republik, hat viele berühmte Söhne und Töchter hervorgebracht. Eine kleine Auswahl:

Johann Peter Hebel

Der Schriftsteller, Pädagoge und Theologe wurde 1760 in Basel geboren. Seine Schulzeit verbrachte er teilweise in Karlsruhe. Nach dem Theologiestudium in Erlangen trat er eine Stelle als Hauslehrer und Vikar in Hertingen an und wurde 1783 Hilfslehrer am Pädagogium in Lörrach. Von 1798 bis 1814 unterrichtete Hebel an einem Karlsruher Gymnasium. 1819 wurde er Prälat der Evangelischen Kirche. Hebel starb auf einer Dienstreise 1826 in Schwetzingen. Zu seinen bekanntesten Werken gehören „Kalendergeschichten“ und „Alemannische Gedichte“, die als bedeutendste alemannische Mundartdichtung gelten.

Carl Friedrich Benz

Was wäre die Daimler AG ohne den großen Erfinder? Der Ingenieur und Automobilpionier wurde 1844 in Mühlburg (heute ein Stadtteil Karlsruhes) geboren. 1883 gründete er die Benz & Cie. Rheinische Gasmotorenfabrik in Mannheim, die 1926 in der Daimler-Benz AG aufging. Sein Benz Patent-Motorwagen Nummer 1 von 1886 gilt als erstes modernes Automobil. Benz starb 1929 im Alter von 84 Jahren in Ladenburg.

Friedrich Ebert

Der 1871 in Heidelberg geborene Sozialdemokrat war einer der führenden Politiker der Weimarer Republik. Seit 1913 war er Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) und amtierte von 1919 bis zu seinem Tode 1925 als erster Reichspräsident. Kurz nach seinem Tod wurde die SPD-nahe und nach ihm benannte Friedrich-Ebert-Stiftung gegründet.

Martin Walser

Der 1927 in Wasserburg am Bodensee geborene Walser ist ein vielfach ausgezeichneter Schriftsteller. Neben Heinrich Böll, Peter Handke und Siegfried Lenz gilt er als typischer Vertreter der deutschen Nachkriegsliteratur. Nach Arbeitsdienst und Kriegseinsatz machte er 1946 das Abitur und studierte Literaturwissenschaft, Geschichte und Philosophie. Von 1949 bis 1957 arbeitete Walser beim Süddeutschen Rundfunk und schrieb Hörspiele. Sein erster Roman „Ehen in Philippsburg“ erschien 1957. Weitere Werke sind „Ein fliehendes Pferd“ (1978) und „Tod eines Kritikers“ (2002).

Joachim Löw

„Jogi“ Löw wurde 1960 in Schönau im Schwarzwald als ältester von vier Söhnen eines Ofensetzers geboren. Seine Karriere als Profi-Fußballer führte ihn u. a. zum SC Freiburg, VfB Stuttgart, zu Eintracht Frankfurt und zum Karlsruher SC. Als Trainer gewann er mit dem VfB Stuttgart in der Saison 1996/97 den DFB-Pokal. 2004 wurde er Co-Trainer der deutschen Fußballnationalmannschaft unter Jürgen Klinsmann und 2006 dessen Nachfolger als Bundestrainer. 2014 wurde mit der Nationalelf bei der WM in Brasilien Weltmeister.

Anne-Sophie Mutter

Die 1963 in Rheinfelden geborenen Anne-Sophie Mutter ist eine der bekanntesten Geigerin und mehrfache Grammy-Gewinnerin. Als 13-Jährige debütierte sie im Jahr 1977 bei den Salzburger Pfingstkonzerten unter Herbert von Karajan. Die anschließende Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern unter Karajan in den 1980er Jahren begründete ihren Weltruhm. Sie lebt in München und hat zwei Kinder.

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