Catherine Deneuve bei der Berlinale Foto: dpa

Die Schauspielerin Catherine Deneuve spielt in dem Berlinale-Beitrag „L’adieu à la nuit“ die Großmutter eines Jungen, der zum Islam konvertiert ist. Bei der Vorstellung des Films hat sich der Kinostar zum Thema Populismus geäußert.

Berlin - Die französische Schauspielerin Catherine Deneuve (75) hat sich bei der Frage nach Ursachen von Terrorismus für mehr Verständnis anstelle von schnellen Urteilen ausgesprochen. Gegen populistische Vorschläge von Seiten verantwortlicher Politiker hat sie einen Rat an die Menschen: „Sie sollten die Regierung wechseln“, sagte Deneuve in Berlin vor der Vorstellung des Films „L’adieu à la nuit“ („Farewell to the Night“) von André Téchiné während der Berlinale.

In dem Film spielt Deneuve eine Pferdezüchterin, die aus ihrem romantischen Leben gerissen wird durch ihren von Islamismus und Terrorimus angezogenen Enkel Alex (Kacey Mottet Klein). Von den Personen im Film und der Geschichte sei sie sehr emotional berührt gewesen, berichtete Deneuve.

Die Dialoge stammen von radikalisierten Aussteigern

Téchiné und seine Co-Autorin Léa Mysius nutzen für den Film Originalvorlagen mit Gesprächen von radikalisierten Aussteigern. Aus Sicht Téchinés markiert das Internet bei solchen Entwicklungen den Anfang von Weiterverbreitung und Ansteckung mit radikalen Gedanken. Religiöse Vorgaben und Verhaltensregeln ließen dann keine politische Freiheit mehr. „Die Religion vereinnahmt die politische Autonomie“, sagte Téchiné.

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