Der spektakuläre Überfall auf ein Pokerturnier in Berlin ereignete sich vor elf Tagen. Foto: dpa

Nach dem Raubüberfall auf ein Pokerturnier in Berlin sitzt der erste mutmaßliche Täter in U-Haft.

Berlin - Der spektakuläre Überfall auf das Poker-Turnier in Berlin ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft weitgehend aufgeklärt. Ein mutmaßlicher Täter stellte sich und sitzt in Untersuchungshaft. Die drei anderen Verdächtigen seien zwar noch nicht gefasst, aber namentlich bekannt, sagte Oberstaatsanwalt Sjors Kamstra am Mittwoch in Berlin. Der 21-jährige Tatverdächtige habe die Namen seiner Komplizen genannt.

Das Quartett soll am 6. März bei dem Raubüberfall im Luxushotel Grand Hyatt am Potsdamer Platz im Zentrum Berlins 242.000 Euro erbeutet haben. Die Täter wurden von Videokameras gefilmt und hinterließen zahlreiche Spuren.

Der 21-Jährige habe sich am Montag in Begleitung seines Anwalts bei der Polizei gestellt, sagte der Staatsanwalt. Er habe seine eigene Tatbeteiligung gestanden und nach intensiver Befragung auch seine Komplizen benannt.

Der festgenommene Räuber war von einem Wachmann zeitweise in den Schwitzkasten genommen worden. Ein Komplize konnte ihn zwar wieder wieder befreien, aber ein Foto des Maskierten mit deutlich sichtbaren Augen ging durch die Presse. Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch hatte vor diesem Hintergrund eine schnelle Aufklärung in Aussicht gestellt.

Am vergangenen Wochenende hatte die Polizei bei ihren Ermittlungen noch einen Rückschlag zu verdauen. Die Beamten mussten einen Verdächtiger wieder laufen lassen. Der Tatverdacht hatte sich nicht bestätigt.

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