Der Benninger Gemeinderat hat die Aufstellung und öffentliche Auslegung des Bebauungsplanes „Sportgelände Schafwasen beschlossen.
Benningen - Sobald die Gemeinde etwas Neues entwickeln wolle, müsse sie einen Bebauungsplan aufstellen, berichtete Städteplaner Volker Heuckeroth in der Sitzung am Montagabend den Gemeinderäten. Nun gäbe es zwar Planungen für das Sportgelände Schafwasen. „Die sind aber aus den 1960er-Jahren“, so der Mitarbeiter des Büros Rauschmaier. Kurzum: „Sie fangen neu damit an“, lautete sein Urteil und Rat an die Bürgervertreter. Die fassten einstimmig den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Sportgelände Schafwasen“ und votierten für dessen frühzeitige Offenlegung. Der Termin für die Planauflage werde noch öffentlich bekannt gegeben, hieß es im weiteren Verlauf der Gemeinderatssitzung.
Ein Fehler sei es nicht, in die Planungen einzusteigen, befand Volker Heuckeroth. Schließlich soll neben dem bestehenden Sportplatz ein neuer gebaut werden. Unabhängig davon, ob sich das Gremium bis dahin für einen Rasen- oder Kunstrasenplatz entscheidet, „werden Sie Zuschüsse beantragen müssen. Da ist es hilfreich, wenn es eine umfassende Plangrundlage gibt.“
Zu dieser Vorplanung gehört auch ein Wasserrechtsverfahren. Dieses abzuwarten sei auf jeden Fall sinnvoll. „Den alten Sportplatz jetzt gleich mitbehandeln, bringt nichts“, so Heuckeroth.
Das jedoch ist eines der Ziele des Vorhabens. Wie berichtet soll der alte Sportplatz, der „im Schnitt alle drei bis fünf Jahre überflutet wird“, wie Bürgermeister Klaus Warthon berichtete, aufgegeben werden. Damit wäre der Weg frei für ein durchgängiges, zusammenhängendes Konzept für eine Ausgleichsmaßnahme, die noch wegen der Neubaugebiete „Seelach“ und „Bild III“ ausstehen. Diese wurden den Jahren 2013 und 2014 von der Gemeinde erschlossen
. Ursprüngliche Überlegungen, diese im Gewann Fischwasser zu realisieren, hatten sich nach der Entnahme von Bodenproben zerschlagen. Dort sind Neckarschlämme zum Vorschein gekommen, deren Entsorgung Kosten von bis zu zwei Millionen Euro verursacht hätten. Alternativ sah die Verwaltung eine Möglichkeit in dem Areal zwischen der für die Umgehungsstraße nötigen neuen Neckarbrücke und dem alten Sportplatz. Von den Planern kam letztlich der Vorschlag, den alten Sportplatz in die Maßnahme mit einzubeziehen. „Das dadurch entstehende zusammenhängende Gebiet ist sicher attraktiver für die Natur und die Menschen“, ist sich Warthon sicher. Letztere sollen über ein Wegenetz das Gelände nutzen können.
Ein weiterer Nutznießer sind die Sportler, die dank eines neuen, höher gelegenen Platzes ganzjährig trainieren könnten. Sofern der Grunderwerb in trockenen Tüchern sei und die rechtlichen Genehmigungen vorlägen, könnte im Frühjahr 2017 mit dem Bau begonnen werden, so Bürgermeister Klaus Warthon.