Bei Instagram hat der Benjamin Pavard vom VfB Stuttgart jetzt eine magische Marke geknackt. Foto: AP

Benjamin Pavard hat auf Instagram die Eine-Million-Follower-Marke geknackt. Für ihn aber auch für seinen Verein, den VfB Stuttgart, hat das Auswirkungen, wie ein Social-Media-Experte der Uni Hohenheim erklärt.

Stuttgart - Bei Instagram hat Benjamin Pavard, der Profi des VfB Stuttgart, seit der Fußball-Weltmeisterschaft die Eine-Millon-Follower-Marke geknackt. Diese Million ist ein wichtiger Meilenstein für Influencer, denn sie bedeutet bares Geld. Wer auf der sozialen Plattform so viele Freunde seines Profils hat, wird spannend für Firmen und ihre Werbung.

„Davon könnte man sehr gut leben“, sagt Wolfgang Schweiger, Professor der Kommunikationswissenschaft, insbesondere interaktive Medien- und Onlinekommunikation an der Universität Hohenheim. In Euro könne man dies jedoch nicht genau beziffern. Doch Pavard als Fußball-Profi aus Frankreich müsse nicht auf Instagram setzen, da er bereits vor seinem Aufstieg als Social-Media-Influencer genug Werbe-Partner an seiner Seite gehabt habe. Hier könnten die Werbe-Verträge aber nun nachverhandelt werden.

Für zwei Märkte interessant

Spannend sei jedoch, dass Pavard durch den WM-Sieg der Franzosen und seine große Reichweite auf den sozialen Kanälen nun nicht nur für den französischen sondern auch für den deutschen Markt interessant geworden ist. „Es würde ihm nutzen, wenn ein Werbe-Partner auf die Idee käme, ihn während der Bundesliga als Person zu vermarkten“, sagt Schweiger. Das würde auch dem VfB Stuttgart helfen, weitere Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Aber Instagram sei laut Kommunikationswissenschaftler Schweiger nur ein kleiner Teil der Vermarktungserfolgs: „Pavard ist wie andere Fußball-Profis in viele Werbeverträge eingeflochten.“ Zudem seien alle sozialen Kanäle wichtig: VfB-Kollege Holger Badstuber hat zum Beispiel in Summe aller seiner Social-Media-Kanäle mit rund 2,2 Millionen Followern eine größere Community als der Franzose (rund 1,2 Millionen Follower) vorzuweisen.

VfB profitiert von Pavards Reichweite

Der VfB Stuttgart freut sich über Pavards Erfolg, den er auf dem Rasen aber auch in den sozialen Kanälen hat: „Ein solches fundamentales Wachstum freut uns ohne Einschränkung“, sagt Tobias Herwerth, Pressesprecher des VfB. Der Social-Media-Erfolg wirkt sich direkt auf den Verein aus: „Wenn Spieler so erfolgreich sind, zahlt sich das auch für uns als Club aus“. Das gegenseitige Teilen von Beiträgen oder Erwähnen trage dazu bei, dass auch die Roten immer mehr Fans auf Instagram haben. „Wir verzeichnen jedoch ein kontinuierliches Wachstum auf unseren Social-Media-Kanälen“, ordnet Herwerth den Follower-Zuwachs noch ein.

Der VfB will sich momentan noch nicht zu einer Social-Media-Strategie rund um ihren Abwehrspieler äußern. Klar ist jedoch, dass der Verein während der WM bereits viele Anstrengungen unternommen hat, die Kanäle für die Fans abwechslungsreich zu bedienen. Das VfB-Team sang für Pavard vor dem WM-Spiel Frankreichs gegen Uruguay unter anderem ein Motivations-Lied, das Video davon stellten sie online. „Dass Benji dieses Video geteilt und uns erwähnt hat, hat dabei sehr geholfen“, sagt Herwerth.

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