Benjamin Pavard hat großen Anteil daran, dass der VfB die drittbeste Defensive der Bundesliga stellt. Foto: Baumann

Der Abwehrspieler des VfB Stuttgart besticht durch konstant gute Leistungen – was auch den europäischen Top-Clubs nicht verborgen geblieben ist.

Stuttgart - Dass die erste Halbzeit des VfB Stuttgart beim jüngsten Auswärtserfolg in Köln (3:2) keine Glanzleistung war, haben auch die Verantwortlichen nicht bestritten. Während der ersten 45 Minuten schlitterte die Mannschaft von Trainer Tayfun Korkut von einer Verlegenheit in die nächste. Dem Innenverteidiger-Duo Timo Baumgartl und Benjamin Pavard war es zu verdanken, dass der VfB nicht höher als mit 0:1 in Rückstand lag. Die zuletzt starken Leistungen insbesondere des jungen Franzosen (nicht nur in Köln) bleiben niemandem verborgen. Von der Deutschen Fußball Liga (DFL) wurde Pavard nun für die Wahl zum Rookie des Monats nominiert – als einer der besten Bundesliga-Neulinge neben Denis Zakaria von Borussia Mönchengladbach und Konrad Laimer (RB Leipzig).

Dietrich: Müssen niemanden abgeben

Es wäre ein netter Titel für den 21-Jährigen. Aber gewiss keiner, mit dem sich der französische Nationalspieler auf Dauer zufrieden geben würde. Pavard hat höhere Ansprüche, und wer weiß, wie lange er diese beim Bundesliga-Aufsteiger aus Stuttgart noch erfüllen kann. Womöglich führt sein Weg schon nach dieser Saison weg vom VfB. Wie die „Bild“-Zeitung erfahren haben will, wurde Pavard beim Spiel in Köln von einem Scout von Tottenham Hotspur beobachtet. Der englische Vizemeister, am Mittwoch im Achtelfinale der Champions League an Juventus Turin gescheitert, hat als Tabellen-Vierter der Premier League gute Chancen, erneut in die Königsklasse einzuziehen.

Es wäre ein großer Schritt für Pavard – und ein herber Verlust für den VfB. Erst kürzlich hat Sportvorstand Michael Reschke die Verträge mit seinem Abwehr-Juwel bis 2021 verlängert. Jedoch besitzt Pavard eine Ausstiegsklausel, die ihm einen Wechsel vor Vertragsende ermöglichen könnte. Aus finanzieller Sicht zum Verkauf gezwungen wäre der Tabellen-Neunte allerdings nicht. „Es besteht kein wirtschaftlicher Druck, Spieler abgeben zu müssen – unabhängig davon, ob wir bis Sommer noch einen zweiten Investor finden“, sagt Präsident Wolfgang Dietrich. Und Pavard selbst? Hat Fragen nach seiner Zukunft stets offen gelassen.

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