Die Aktion sorgte für einen Eklat. Foto: AP/Michael Regan

Am Montagabend kommt es in der Premier League zu einem Eklat. Kurz vor dem Anpfiff der Partie des Burnley FC gegen Manchester City fliegt ein Flugzeug mit einem unsäglichen Banner über das Stadion. Burnley-Kapitän Benjamin Mee bezieht klar Stellung.

Manchester - Kapitän Benjamin Mee vom englischen Fußball-Club Burnley FC hat den Rassismus-Eklat beim Premier-League-Spiel bei Manchester City verurteilt. „Ich schäme mich und bin peinlich berührt“, sagte der 30-Jährige nach dem 0:5 seines Clubs am Montagabend im englischen TV-Sender Sky. „Diese Leute müssen im 21. Jahrhundert ankommen und sich bilden.“

Beim dem Fußball-Spiel war kurz nach dem Anpfiff ein Flugzeug mit einem Banner mit der Aufschrift „White Lives Matter - Burnley“ (Weiße Leben zählen - Burnley) über das Etihad-Stadion geflogen. Der Club hatte die Aktion noch während des Spiels verurteilt. „Wir möchten klarstellen, dass diese Leute bei uns nicht willkommen sind. Dies ist in keiner Weise das, wofür der Burnley Football Club steht, und wir werden eng mit den Behörden zusammenarbeiten, um die Verantwortlichen zu identifizieren und lebenslange Verbote zu erlassen“, teilte der Verein in einer Erklärung mit.

Slogan ziert Trikots

Burnley-Kapitän Mee sagte später: „Ich hoffe, es passiert nicht noch einmal. Ich schäme mich, dass das mit meinem Verein in Verbindung gebracht wird. So etwas wollen wir im Spiel nicht sehen.“

Die Spieler beider Vereine hatten vor dem Anpfiff am Mittelkreis niedergekniet, um somit ihre Unterstützung im Kampf gegen Rassismus zu demonstrieren. Seit dem Tod des schwarzen US-Amerikaners George Floyd nach Polizeigewalt protestieren weltweit hunderttausende Menschen gegen Rassismus - unter dem Motto „Black Lives Matter“ (Schwarze Leben zählen). Der Slogan steht auch auf den Trikots aller Premier-League-Teams und ersetzt die Spielernamen.

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