Luftballons durften beim Benefiz-Osterfest im Blauen Haus nicht fehlen. Foto: Lg/Rettig

Als Zuhause auf Zeit bietet das Blaue Haus am Herdweg Eltern krebskranker Kinder die Möglichkeit, in unmittelbarer Nähe des Olgahospitals zu wohnen, während ihre Kinder dort behandelt werden.

Stuttgart - Mit Luftballons, einem Tischkicker und frisch gebackenen Waffeln hat der Verein „Förderkreis krebskranke Kinder“ seine Gäste am Samstagnachmittag im Blauen Haus im Herdweg empfangen. Wie jedes Jahr fand ein Benefiz-Osterfest statt, bei dem sich alle Interessierten ein Bild von der Arbeit des Vereins machen konnten. Außerdem gab es Grund zum Feiern, denn das Blaue Haus wird in diesem Jahr fünf Jahre alt.

Als Zuhause auf Zeit bietet es Eltern krebskranker Kinder die Möglichkeit, in unmittelbarer Nähe des Olgahospitals zu wohnen, während ihre Kinder dort behandelt werden. „Krebstherapien können sehr lang sein und sind oft eine große Belastung für die Familien“, sagte Cornelia Völklein, Leiterin der Geschäftsstelle des Vereins. Das Blaue Haus biete in dieser Zeit einen wichtigen Schutzraum für Eltern und Kinder. Der Verein arbeitet mit einem großen Team von Ehrenamtlichen zusammen, die Koch- und Pizzaabende veranstalten, Spendenläufe oder Fußballturniere organisieren. Zwar werde man öffentlich bezuschusst, doch sei das nur ein geringer Teil. Um alle Angebote gewährleisten zu können, sei man auf Spenden angewiesen, sagte Völklein. „Es gibt sehr viele Spender, die kleine Beträge überweisen – die sind entscheidend für uns“, sagte sie.

Blaues Haus bietet auch direkte Unterstützung

Neben dem Blauen Haus bietet der Förderkreis direkte Unterstützung für Familien an. So gleicht etwa ein Familien-Fonds durch Verdienstausfälle entstehende finanzielle Engpässe der Eltern aus oder bezahlt Nachhilfestunden, die Kinder nach langer Krankheit dringend brauchen. Darüber hinaus finanziert der Verein eine Psychologin, zwei Pflegekräfte und eine Erzieherin.

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