Offensichtlich ist das Tier kein Fan von Ben Becker und seinem Hutgeschmack, der leicht panische Blick ist unübersehbar. Foto: dpa/Britta Pedersen

Kleider machen Leute. Oder auch nicht. Um das herauszufinden, unterziehen wir den Kleidungsstil bekannter Persönlichkeiten einem Stresstest. Heute: Ben Becker, der zur Vorstellung seiner neuen Soloshow unter die Affen ging.

Stuttgart - In der Regel begegnet man älteren Herren mit breitkrempigen Kopfbedeckungen außerhalb von texanischen Rinderfarmen nur noch auf Wochenmärkten deutscher Großstädte. Auf dem feinen Münchner Viktualienmarkt etwa kann man solche Männer beobachten, wie sie sich zwischen glücklichen Eiern und biobayrischen Rüben mit ihren aus der Menge hervorstechenden Fedora-Hüten etwas größer und verwegener machen, als sie in Wirklichkeit sind. Beim Fedora handelt es sich um einen recht weichen Hut aus Filz, der vorne an der Krone beidseitig leicht eingedrückt ist.

Gute Ablenkung

Auch der berühmte Schauspieler und Sänger Ben Becker ist schon vor längerer Zeit unter die Hutträger gegangen, warum auch immer. Schließlich hat der 54-Jährige eine dermaßen verwegene Stimme, dass es einer Unterstützung durch Hüte nicht bedarf. Bei der Vorstellung seines neuen Stückes „Affe“ hat er sich in einem Berliner Zoo mit zwei Lemuren auf den Schultern präsentiert, was einfach hinreißend aussieht. Denn Tiere aller Art sehen in den meisten Fällen gut aus – und sie lenken zudem von menschlichen Geschmacksverirrungen ab. Falls sich aber aus nachvollziehbaren Gründen echte Feuchtnasenaffen weigern sollten, auf Schultern von eitlen Hutträgern zu posieren, können diese auch durch Plastikpapageie ersetzt werden.

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