Beim Remstäler Töpfermarkt am 25. und 26. April werden Tausende erwartet. Der beliebte Markt bietet Neues – was, das sagt Organisator Hans Winkler.
Schauen, stöbern, sich inspirieren lassen von vielfältiger Handwerkskunst, mit Ausstellern direkt ins Gespräch kommen und erfahren, wie die Unikate geschaffen werden. Das ist beim Remstäler Töpfermarkt analog und direkt erlebbar. Das schätzen offenbar viele Gäste. Dass zum Remstäler Töpfermarkt Tausende nach Urbach (Rems-Murr-Kreis) strömen, sind Erfahrungswerte, die nicht nur der Organisator Hans Winkler gesammelt hat. Die Veranstaltung hat sich als eine Marke etabliert, die nicht nur Keramikliebhaber aus der ganzen Region anzieht. „Der Markt hat sich über die vielen Jahre zu einer echten Institution entwickelt“, sagt Hans Winkler. Etwa 16 000 Besucher erwartet er an den beiden Tagen. Zu Coronazeiten wurden die Besucherzahlen mittels Bändel sogar genau gezählt sagt Hans Winkler.
Am Samstag steigt in Urbach auch eine große Sportveranstaltung
Es wird also beim Töpfermarkt voraussichtlich wieder wuseln in der Ortsmitte am Samstag und Sonntag, 25. und 26. April. Hinzu kommt, dass am gleichen Wochenende, am Samstag, 25. April, eine Veranstaltung des Württembergischen Leichtathletik-Verbands im Urbacher Wittumstadion steigt.
Daher werde es erstmals an beiden Tagen einen kostenlosen Busshuttleverkehr zum Töpfermarkt geben. Bisher war dieser Shuttleservice nur am Sonntag, dem erfahrungsgemäß stärkeren Besuchertag, geboten.
Rund 90 Töpfer, Künstler und Handwerker aus Deutschland, Frankreich, Litauen, Polen und Ungarn werden vertreten sein und präsentieren an beiden Tagen jeweils von 10 bis 18 Uhr ihre Arbeiten. Zehn Aussteller sind neu dabei, berichtet Winkler. So ist beispielsweise der ausgebildete Töpfer und Keramikkünstler Wolfram von Stengel mit seiner Rakubrand-Technik erstmals in Urbach zu erleben. Wie er auf seiner Homepage berichtet, war er in früheren Jahren sogar mit einer rollenden Raku-Töpferei mit Traktor und Bauwagen unterwegs. Inzwischen ist er seit vielen Jahren mit einer Werkstatt im Schwarzwald ansässig.
Auch Meike Ziegler aus Schönberg im Bayerischen Wald ist erstmals dabei. „Kollegen und Kolleginnen haben den Urbacher Markt empfohlen“, sagt sie. Ihr Meisterbetrieb sei mit hochwertigem Steinzeug, das bei 1280 Grad im Gasofen gebrannt wurde, dabei. Es ist Gebrauchs- und Gartenkeramik, die mit Stempelmustern und textilen Mustern dekoriert ist. (Infos gibt es auch unter www.toepferei-meike-ziegler.de). Der Markt findet rund um das Schloss in Urbach statt, ein Gelände mit einer schönen, stimmungsvollen Atmosphäre.
Die Palette reicht:
- Von klassischem Gebrauchsgeschirr über filigrane Porzellanarbeiten
- Vom robusten Steinzeug und Steingut bis hin zu experimentellen Rakubrand-Techniken
- Von außergewöhnlicher Gartenkeramik bis zum Kunsthandwerk, das thematisch zur Keramik passt
Veranstalter appellieren, mit dem ÖPNV anzureisen
Viele Aussteller zeigen auch Unikate und Kleinserien. Keramik könne mehr als nur praktisch sein – sie sei Kunst zum Anfassen heißt es in der Ankündigung. Organisator Hans Winkler kennt die Branche seit Jahren. „Ich war 34 Jahre, als ich den Markt angefangen habe“, sagt der heute 69-Jährige. Über die lange Zeit habe sich ein großes Netzwerk aufgebaut, sagt er. „Ich bin früher selbst hinter dem Stand bei verschiedenen Töpfermärkten gestanden“, sagt er. Daher kenne er die Anliegen der Aussteller. Hans Winkler bekommt tatkräftige Unterstützung auch von familiärer Seite – sein Sohn Manuel Neuhäuser ist engagiert dabei. Außerdem lobt Winkler die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Urbach.
Für die jüngsten Besucher gibt es bei geeignetem Wetter wieder das Kindertöpfern. Die Stellvertretende Bürgermeisterin Ursula Jud wird den 35. Remstäler Töpfermarkt am Samstag um 10 Uhr eröffnen. Der Eintritt ist frei.
Die Veranstalter weisen darauf hin, dass es im Umfeld des Töpfermarkts nur eine beschränkte Anzahl von Parkmöglichkeiten gibt. Diese befinden sich beim Wittumsportzentrum (Linsenbergweg 6) beziehungsweise beim Freibad (Hagsteige 1). Es wird empfohlen, nach Möglichkeit mit der Bahn anzureisen. Vom Urbacher Bahnhof gibt es an beiden Tagen von 11 bis 18 Uhr einen kostenlosen Busshuttleverkehr zum Töpfermarkt. Auch für Besucher des Töpfermarkts, die mit dem Auto anreisen, gibt es dort P+R Parkplätze und bei der Auerbachhalle (Seebrunnenweg 15) eine große Anzahl von Parkplätzen. Sonntags steht zusätzlich der Parkplatz von Rewe/Lidl in der Friedhofstraße zur Verfügung. Auch dieser ist sonntags von 11 bis 18 Uhr an den Shuttlebus-Verkehr angebunden. Die Veranstalter appellieren an alle Besucher, keine Rettungswege oder privaten Grundstückszufahrten zuzuparken. Infos auch unter www.ceramik-info.com.