Ryan Adams sieht sich mit heftigen Vorwürfen konfrontiert.Foto:dpa Foto:  

Die „New York Times“ will die Metoo-Debatte neu ins Rollen bringen. In einer ausführlich recherchierten stellt sie die Vorwürfe von sieben Frauen gegen den Musiker und Produzenten Ryan Adams vor. Vieles daran klingt gruselig.

New York - Sieben Frauen haben dem Sänger und Songschreiber Ryan Adams einem Bericht der US-Zeitung „The New York Times“ zufolge unangemessenes Verhalten vorgeworfen. Eine 20-jährige Musikerin gab in dem Bericht vom Mittwoch an, dass der 44-jährige Adams unangemessene Unterhaltungen mit ihr gehabt habe, als sie 15 und 16 Jahre alt gewesen sei. Adams habe sich bei einem Videoanruf entblößt.

Die Sängerin und Schauspielerin Mandy Moore, die mit Adams verheiratet war, warf ihm vor, sie psychisch misshandelt zu haben. Die Scheidung wurde 2016 offiziell. Moore, die in der Serie „This is us“ gespielt hat, beschuldigte Adams, ihre Musikkarriere aufgehalten zu haben. Er habe ihr gesagt, „du bist keine echte Musikerin, weil du kein Instrument spielst“.

Freunde bestätigen die Aussagen

„Sein kontrollierendes Verhalten blockierte im Grunde in der Tat meine Fähigkeit, neue Verbindungen in der Industrie während einer sehr wichtigen und potenziell lukrativen Zeit zu knüpfen - in meinen gesamten Mit- bis Endzwanzigern“, sagte die 34-jährige Moore der Zeitung.

Die „New York Times“ berichtete, die Schilderungen der Frauen seien von Familienangehörigen oder Freunden gestützt worden. Manager für Adams gaben gegenüber der Nachrichtenagentur AP nicht gleich einen Kommentar ab. Ein Anwalt von Adams bestritt die Vorwürfe aber gegenüber der „New York Times“.

Adams wehrt sich

Nach der Veröffentlichung des Berichts twitterte Adams, dass er „kein perfekter Mann“ sei. Er „habe viele Fehler gemacht. Ich entschuldige mich bei jedem, den ich jemals verletzt habe, wie auch immer unbeabsichtigt, zutiefst und uneingeschränkt. Aber das Bild, das dieser Artikel zeichnet, ist auf ärgerliche Weise ungenau.“

Adams hatte 2000 sein Debütalbum veröffentlicht. Er coverte 2015 das erfolgreiche Album „1989“ von Taylor Swift.

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