Gute Konjunktur und Beschäftigungsrekord spülen weiter Geld in die Sozialkassen – davon profitieren auch die Rentner: Mit Spannung wird erwartet, was Jamaika mit der Rente macht. Foto: dpa

Die rund 21 Millionen Rentner erhalten im nächsten Jahr mehr Geld: Die Renten sollen um rund drei Prozent steigen. Die genaue Prognose gibt die Rentenversicherung an diesem Dienstag bekannt.

Berlin - Die Renten in Deutschland sollen im nächsten Jahr im Schnitt um mehr als drei Prozent erhöht werden. Das Plus werde in den alten Ländern voraussichtlich 3,09 Prozent und in den neuen Ländern 3,23 Prozent betragen, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf einen Entwurf des Rentenversicherungsberichts der Regierung. Die genaue Zahl will die Deutsche Rentenversicherung Bund an diesem Dienstag bekanntgeben. Der CDU-Rentenpolitiker Peter Weiß bestätigte unserer Zeitung, dass die Ruheständler im nächsten Jahr mit mehr Geld rechnen könnten. Wegen der guten Wirtschaftslage seien in den nächsten Jahren höhere Renten absehbar, sagte Weiß weiter.

Entlastung für die Beitragszahler

Allerdings handelt es sich nur um eine Prognose. Die neue Regierung muss die Rentenerhöhung absegnen, die im Frühjahr festgelegt wird. Dem Entwurf zufolge erhielte ein sogenannter Standardrentner, der 45 Jahre lang durchschnittlich verdiente und entsprechende Beiträge einzahlte, etwa 43 Euro mehr im Monat. Nach den Worten des CDU-Politikers Weiß führt die gute Beschäftigungslage auch dazu, dass sich das Rentenniveau erhöht. Das Rentenniveau wächst von zurzeit 48,2 auf 48,3 Prozent. Damit werden Befürchtungen vorerst nicht bestätigt, dass das Rentenniveau immer weiter zurückgeht.

Wegen der guten finanziellen Lage der gesetzlichen Rentenversicherung könnte der Beitragssatz bereits Anfang 2018 um 0,1 Prozentpunkte auf 18,6 Prozent sinken. Dem Kanzleramt liegt ein Entwurf einer entsprechenden Verordnung des Arbeitsministeriums vor, die vom Kabinett am 22. November beschlossen werden soll. Die Entlastung für die Beitragszahler wird demnach möglich, weil die Beitragseinnahmen der Rentenversicherung bis Oktober um 4,4 Prozent gestiegen sind.

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