Ein Hund der Rasse Kangal hat am Dienstagabend eine 72-Jährige in Stetten am kalten Markt tot gebissen. Doch wie gefährlich ist die Rasse eigentlich? (Symbolbild) Foto: dpa-tmn

Nach der tödlichen Beißattacke eines Kangal-Hunds auf eine Passantin in Stetten am kalten Markt am Dienstagabend ist erneut eine Diskussion um die Haltung von Kampfhunden entbrannt. Doch wie gefährlich sind Kangals eigentlich?

Ravensburg - Kangals kommen ursprünglich aus der Türkei. Nach Darstellung des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH) sind die Tiere vor allem Herdenschutzhunde, das heißt, sie sollen zum Beispiel Schafe vor Wölfen schützen. In Deutschland sei die Rasse schon recht verbreitet, sagte eine Sprecherin beim VDH. Durch das vermehrte Vorkommen von Wölfen in Deutschland könnte ihre Zahl möglicherweise noch ansteigen. Die großen Hunde mit oft hellem Fell und dunkler Schnauze seien vom Charakter her sehr selbstständig. Sie gelten aber auch als ruhig und unaufgeregt.

Gefährlich seien sie grundsätzlich nicht; nötig sei aber genügend Vorwissen, um sie gut halten und auch sozialisieren zu können, hieß es. Dagegen stufen zwei Bundesländer - Hamburg und Hessen - den Kangal und auch Kreuzungen als gefährlich ein.

So heißt es beispielsweise im Hamburger Hundegesetz, die Gefährlichkeit werde vermutet, solange der zuständigen Behörde nicht für den einzelnen Hund nachgewiesen werde, dass dieser keine gesteigerte Aggressivität und Gefährlichkeit gegenüber Menschen oder Tieren aufweise. In Hessen dürfen gefährliche Hunde nur gehalten werden, wenn Besitzer eine Erlaubnis der Behörden haben.

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