US-Präsident Joe Biden (l.) kann sich in jeder Hinsicht auf die Unterstützung von Barack Obama verlassen. Foto: getty/MANDEL NGAN / AFP via Getty Images

Bei einer Spenden-Gala in Los Angeles konnte US-Präsident Joe Biden rund 30 Millionen Dollar für seinen Wahlkampf einsammeln. Am Ende der Show musste sein Partei-Kollege Barack Obama den vom Applaus verwirrten Politiker jedoch behutsam von der Bühne befördern.

Über mangelnde Unterstützung konnte sich der amtierende US-Präsident Joe Biden (81) bei seiner großen Spenden-Gala am vergangenen Samstag (15. Juni) im Peacock Theatre in Los Angeles nicht beschweren. Bei dem Event zur Akquise von Geldspenden für seinen Wahlkampf vor den anstehenden Wahlen im November fanden sich in dem vollbesetzten Theater unter anderem die Filmstars Julia Roberts (56), George Clooney (63) und Barbra Streisand (82) ein, um ihm den Rücken zu stärken. Ein weiterer prominenter Gast bei der von TV-Legende Jimmy Kimmel (56) moderierten Veranstaltung war der ehemalige US-Präsident Barack Obama (62) .

Mehr als 30 Millionen Spenden eingesammelt

Wie "The Guardian" berichtet, konnte Biden mithilfe seiner prominenten Unterstützer bei der Gala mehr als 30 Millionen Dollar (umgerechnet etwa 28 Mio. Euro) an Spendengeldern einsammeln. Im Interview mit dem Late-Night-Moderator Kimmel gab sich Joe Biden zunächst aufgeweckt und schlagfertig. In dem Gespräch äußerte er seine Hoffnung, für die Wahl im November, die seiner Meinung nach zu den wichtigsten in der Geschichte des Landes gehöre, möglichst viele potenzielle Unterstützerinnen und Unterstützer zu mobilisieren.

Um die Bedeutung dieser Wahl zu verstehen, müsse man sich lediglich daran erinnern, wie es war, als sein Amtsvorgänger Donald Trump (78) noch im Weißen Haus die Geschäfte führte. Unter seiner Führung hingegen hätten sich die USA wieder zur "stärksten Wirtschaft der Welt" entwickelt. "Wir versuchen, den einfachen Menschen eine faire Chance zu geben", so Biden.

Verwirrter Joe Biden friert auf Bühne ein

Einem Bericht der britischen "Daily Mail" zufolge kam es am Ende der insgesamt reibungslos über die Bühne gebrachten Gala dann zu einer Szene, die dem Wahlkampfteam von Donald Trump neue Munition für weitere Attacken gegen Biden liefern dürfte.

Wie auf einem Video zu sehen ist, schien der US-Präsident unter dem frenetischen Beifall seiner Unterstützer am Rande der Bühne regelrecht "einzufrieren" und starrte für mehrere Sekunden verwirrt über die Menschenmenge hinweg. Um den peinlichen Moment schnellstmöglich zu beenden, eilte ihm schließlich Barack Obama zu Hilfe und schob den Präsidenten höflich, aber entschlossen hinter die Kulissen.

Ähnlicher Vorfall bereits bei G-7-Gipfel

Erst vor wenigen Tagen hatte Joe Biden beim G-7-Gipfel in Italien mit einer ähnlichen Szene für Aufsehen gesorgt, als er während einer Fallschirmsprungvorführung für die teilnehmenden Staats- und Regierungschefs scheinbar in die falsche Richtung blickte und dabei begeistert seine Daumen in die Höhe hielt. In diesem Fall war es die italienische Premierministerin Giorgia Meloni (47), die ihn auf den Fauxpas hinwies und in die andere Richtung bewegte. Auch dieses Ereignis ließ erneut Spekulationen über die Fitness des US-Präsidenten aufkommen.