Gruppenbild zum Abschied: Sarah Dalferth, Dekan Eckhardt Schultz-Berg, Pfarrer Joachim Wolfer, Peter Reif, Beate Dietrich, Regine Mischke, Sylvia Zürn, Constantinia Magaritou-Holub, Pfarrerin Christa Spilling Nöker (von links). Foto: Mathias Kuhn

13 Jahre lang war Regine Mischke Leiterin der Begegnungsstätte Wangen. Jetzt hat sie die evangelische Kirchengemeinde verabschieden müssen. Krankheitsbedingt muss sie in den Ruhestand gehen.

Wangen - Mit bewegenden Momenten endete am Sonntag offiziell eine Ära: Die evangelische Kirchengemeinde Wangen verabschiedete in dem bis auf den allerletzten Platz besetzten Gemeindehaus die langjährige Begegnungsstättenleiterin Regine Mischke in den durch eine Krankheit erzwungenen Ruhestand.

Dreizehn Jahre lang hat die Wangenerin die Einrichtung geleitet, geprägt und zu dem entwickelt, was sie heute ist: „Der Treffpunkt schlechthin für alle Wangener“, wie Sylvia Zürn, die Vorsitzende des Förder- und Freundeskreis in ihren Grußworten hervorhob. Mischke war es wichtig, nicht nur den Status quo zu sichern. Sie wollte die Senioren-Einrichtung weiterentwickeln. Bereits in ihrem Bewerbungsgespräch hatte sie 2005 die Vision, das Haus in der Ulmer Straße 347 zu einem Treffpunkt für Jung und Alt zu gestalten und Familienbildungsarbeit anzubieten, berichtet Pfarrer Joachim Wolter.

„Regine hat tausenderlei Ideen, die sie in ihrer ruhigen und besonnenen Art verfolgte“, erzählte Zürn. Und Mischke habe die Fähigkeit, Menschen zusammenzuführen und Projekte anzustoßen. Im Laufe der 13 Jahre hat sie ein Netzwerk aus Helfern, Ideengebern und Beratern geknüpft. „Du hast für viele Menschen die Türen sowie deren Herzen geöffnet und die Begegnungsstätte mit Zauber gefüllt“, dankte Wangens Bezirksvorsteherin Beate Dietrich für das Engagement zugunsten des Stadtbezirks. Oft haben die beiden Lenkerinnen gemeinsam am Schnürchen gezogen, um etwas zu bewegen.

Viele Aktionen initiiert

Die Früchte begannen bald zu reifen. Regine Mischke hat das Gespür, drängende Alltagsthemen wie Demenz, Pflege von Angehörigen oder Schmerzmedizin aufzugreifen und mit Leben zu füllen, lange bevor diese auch in der breiten Öffentlichkeit zum Thema wurden. Nächtelang arbeitete sie zuletzt ein Konzept für das Projekt „Nachbarschaf(f)t Leben“ aus und zog es an Land.

Die Apfelwochen führen jeden Herbst junge und alte Menschen zusammen und zum Sommercafé unterm Kastanienbaum kommen Wangener jeden Alters, um im Schatten des Baums Waffeln, Kaffee und das Miteinander im Ort zu genießen. Die Kastanie wurde auch zum Symbol des Begegnungsstättenjubiläums – sicherlich ein Höhepunkt im beruflichen Leben von Regine Mischke. Mit vielen Aktionen und dem Festakt mit Franz Müntefering feierten die Wangener vor drei Jahren das 25-jährige Bestehen der Institution. „Baut den Garten weiter aus, pflegt und gießt ihn. Es war mir ein Vergnügen“, bat Mischke in ihrer berührenden Dankesworten, die die Besucher zu Standing Ovations von den Stühlen riss.

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