Foto: dpa-Zentralbild

Die Zahl der Personen, die im Südwesten wegen Angststörungen oder Phobien in Krankenhäusern behandelt werden mussten, steigt. Im vergangenen Jahr wurden 3289 Patienten stationär aufgenommen.

Stuttgart - Immer mehr Personen im Land leiden an Angst- und Panikattacken. Bei vielen sind die Probleme so schwerwiegend, dass sie in Krankenhäusern behandelt werden müssen. Im vergangenen Jahr wurden 3289 Patienten stationär aufgenommen. Im Jahr 2000 waren es noch 1166 weniger.

Den höchsten Stand erreichte die Zahl der Patienten zwischen 2000 und 2017 aber im Jahr 2012 mit 3618. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes hervor, die unserer Zeitung vorliegen.

Pro Jahr 450 Patienten in Stuttgart

Angst- und Panikattacken zählten zusammen mit Depressionen zu den häufigsten psychischen Störungen, sagt Psychologin Tina Betschinger. „Tendenziell sind eher Frauen als Männer betroffen“, so die stellvertretende Leiterin des Stuttgarter Zentrums für Verhaltenstherapie. Pro Jahr kommen dort etwa 450 Menschen in die psychotherapeutische Ambulanz.

Geholfen werden könne den Betroffenen in erster Linie durch eine fundierte Therapie. Hier müsse dem Patienten auch klargemacht werden, dass er sich für seine Angst nicht zu schämen brauche, sagt die Psychologin. Die Menschen aus diesem Denken herauszuholen, sie zu ermutigen und ihnen gleichzeitig das Gefühl zu geben, dass Angst an sich nichts Gefährliches ist, sei ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Genesung.

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