Der plötzliche Wintereinbruch in Bayern sorgt für Chaos im Straßenverkehr und am Flughafen. Foto: dpa

Starke Schneefälle sorgen in Bayern für Chaos auf den Straßen und im Flugverkehr. Etliche Flüge wurden wegen des Winterwetters gestrichen. Bei einem Unfall kommt ein 19-Jähriger wegen des Wintereinbruchs ums Leben.

München - Flugausfälle, lange Staus, Behinderungen im Bahnverkehr und ein tödlicher Unfall: Starke, anhaltende Schneefälle haben am Samstag den Verkehr in großen Teilen Bayerns beeinträchtigt. Ein 19-Jähriger starb bei Bad Tölz bei einem Autounfall. Am Münchner Flughafen mussten 120 Flüge gestrichen werden. Die Waldbahn in Niederbayern stellte den Verkehr vollständig ein. Und auf den Straßen staute sich der Verkehr.

Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach warnte vor allem für den Alpenraum und das Alpenvorland auch für das weitere Wochenende vor teils erheblichen Problemen im Verkehr und auch eventuell in der Infrastruktur. In Extremfällen drohten Stromausfälle.

Noch bis Montag sollte demnach im Süden Deutschlands und im Alpenraum der Schneefall anhalten mit Gefahr von Schneeverwehungen.

Am Münchner Flughafen wurden 120 Flüge gestrichen. Dazu kamen etwa siebzig Flüge mit Verspätungen von mehr als einer Stunde und weitere etwa siebzig Flüge mit Verspätungen von etwa einer halben bis vollen Stunde, wie eine Sprecherin des zweitgrößten deutschen Flughafens auf Anfrage sagte. Demnach müssen alle Flugzeuge enteist werden, was ein Grund für die Behinderungen sei. Dazu komme, dass an dem Flughafen mit seinen zwei Landebahnen jeweils nur eine Bahn wegen der ständigen Räumarbeiten für Starts und Landungen zur Verfügungen stehe. Außerdem habe die Flugsicherung wegen der Sichtverhältnisse den Flugverkehr eingeschränkt.

19-jähriger Autofahrer stirbt bei Unfall

Bei einem vermutlich durch die winterlichen Straßenverhältnisse ausgelösten Verkehrsunfall starb bei Bad Tölz ein 19 Jahre alter Mann. Zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt und ein Mensch leicht verletzt, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim mit. Demnach geriet ein 23 Jahre alter Mann mit seinem Auto auf der Bundesstraße B472 im Gemeindebereich Reichersbeuern bei Schneefall ins Schleudern.

Er sei in den Gegenverkehr geraten und dabei frontal mit einem entgegen kommenden Auto zusammengestoßen. Der Beifahrer im Auto des Unfallverursachers erlitt so schwere Verletzungen, dass er im Krankenhaus starb. Der Fahrer selbst und eine 26-Jährige auf der Rücksitzbank erlitten schwere Verletzungen. Der Beifahrer im Auto des Unfallgegners erlitt leichte Verletzungen, der Fahrer blieb unverletzt.

Chaos auf den Straßen

Die in Niederbayern verkehrende Waldbahn musste als Folge der starken Schneefälle im Bayerischen Wald ihren Verkehr vollständig einstellen. Es seien etliche Bäume unter den Schneelasten zusammengebrochen und blockierten die Schienenwege, teilte das Unternehmen mit. Das Räumen sei nicht möglich, da das Betreten und Befahren der Wälder lebensgefährlich sei. Erst mit Beruhigung der Wetterlage könne mit dem Freischneiden der Strecke begonnen werden.

Auf den Straßen kam es vor allem im Süden Bayerns zu zahlreichen Staus und mehreren Unfällen. Die Deutsche Bahn meldete im Regionalverkehr im Süden Bayerns und in Baden-Württemberg Einschränkungen und Verspätungen. Die Strecke Crailsheim-Aschaffenburg musste wegen Bäumen im Gleisbereich gesperrt werden.

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