Junge Bayern bekommen künftig Glückwunschschreiben von Ministerpräsident Markus Söder. Foto: dpa/Peter Kneffel

„Der Ministerpräsident wünscht Ihnen alles Gute zum Geburtstag“, so oder so ähnlich werden ab April 2020 alle jungen Bayern, die 18. Geburtstag feiern, beglückwünscht. Bayern lässt sich die Geburtstagsgrüße einiges kosten.

München - Zum 18. Geburtstag flattert in Bayern künftig auch immer ein Glückwunschschreiben der Staatsregierung mit der Unterschrift des Ministerpräsidenten in den Briefkasten. Die Regierung von Markus Söder (CSU) will ab dem 1. April 2020 die Liste der Ehrentage, an denen bislang ausschließlich Senioren bedacht wurden, entsprechend ergänzen. Dies berichtet der „Spiegel“. Im vergangenen Jahr hatte die Landesregierung bereits die Altersgrenze für Schreiben an Jubilare von 95 auf 80 herabgesetzt.

„Der 18. Geburtstag ist ein wichtiger Wendepunkt im Leben jedes Menschen. Mit der Volljährigkeit wird man zum Staatsbürger mit allen Rechten und Pflichten“, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) der Deutschen Presse-Agentur in München.

Bayern lässt sich Glückwünsche einiges kosten

Die Gratulation der Staatsregierung zu diesem besonderen Tag solle junge Menschen an die Demokratie binden. „Wir wollen die neuen volljährigen Bürger an die Prozesse der parlamentarischen Demokratie in unserem Land heranführen. Das ist wichtig gerade in Zeiten, in denen die demokratischen Strukturen international immer brüchiger werden“, sagte Herrmann.

Die Gratulationen lässt sich der Freistaat einiges kosten: Zu den bislang 200 000 pro Jahr verschickten Briefen sollen künftig 120 000 hinzukommen. Dafür veranschlagen die Ministerialen dem Bericht zufolge zusätzliche Sachkosten von 100 000 Euro pro Jahr.

Die Bearbeitung soll das Landesamt für Finanzen übernehmen. Es erhält dafür Daten - sofern kein Widerspruch der Bürger vorliegt - von der Anstalt für kommunale Datenverarbeitung.

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