Karl-Heinz Rummenigge warnt vor englischen Verhältnissen in Deutschland. Foto: dpa

Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hat sich zur Zukunft der Fußball-Königsklasse geäußert. Er würde Champions League gerne wieder im Free-TV sehen, Modus-Änderungen lehnt er ab.

München - Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hat eine Rückkehr der Champions League ins deutsche Free-TV gefordert. „Wir müssen bei der UEFA alles in die Waagschale legen, damit in Deutschland ab der nächsten Rechteperiode (2021 bis 2024, Anm. d. Red.) wieder mindestens ein Livespiel, idealerweise ein Topspiel, im Free-TV zu sehen ist“, sagte der 63-Jährige der Sport-Bild.

Angesichts eines deutlichen Rückgangs des Zuschauerinteresses an der Fußball-Königsklasse sei dies der Wille der Fans, „und das müssen wir stärker berücksichtigen“, sagte Rummenigge, der von einem speziellen deutschen Markt sprach: „Wir sind nicht in England, wo die Spiele schon seit Jahr und Tag exklusiv im Pay-TV laufen, oder in Spanien. Wir haben eine andere Fußball-Kultur, und der sollte man Rechnung tragen.“

Auch eine Modus-Änderung lehnt Rumenigge ab

Rummenigge warnte auch davor, dass die lukrativen Sponsoring-Verträge in der Champions League bei einem Zuschauerrückgang von bis zu 84 Prozent nicht mehr ausreichend bedient werden könnten. „Der Mix aus Pay- und Free-TV muss stimmen, sonst besteht die Gefahr, dass sich die Champions League mittelfristig selbst einen Schaden beim Sponsoring zufügt“, sagte der Ex-Profi.

Von neuen Plänen, die Königsklasse am Wochenende austragen zu lassen, hält Rummenigge nicht viel. Auch eine Modus-Änderung von acht Vierergruppen in vier Achtergruppen lehnte der Bayern-Boss ab. Es gebe schon jetzt zu viele bedeutungslose Spiele. „In Achtergruppen besteht die Gefahr, dass die Anzahl dieser ’Dead Games’ eher noch steigt“, so Rummenigge.

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