Die HP Wohnresidenzen GmbH, ein Unternehmen der Paulus-Gruppe, plant an der Ecke Ludwigsburger/Colmarer Straße den Bau eines Geschäfts- und Ärztehauses mit Supermarkt und 30 Wohnungen. Foto: Chris Lederer / Illustration: Paulus

Mit dem Neubau an der Ludwigsburger Straße 107 bis 111 soll nach der Sommerpause begonnen werden. Die Abrissgenehmigung für die drei bestehenden Häuser ist bereits erteilt.107 bis 111 soll nach der Sommerpause begonnen werden.

 
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Zuffenhausen - „Wir haben die Abrissgenehmigung erhalten, die Unterlagen für den Bauantrag sind vollständig eingereicht“, sagt Eberhard Weigele, Geschäftsführer der Paulus Projektentwicklung GmbH. Die HP Wohnresidenzen GmbH, ein Unternehmen der Paulus-Gruppe, plant an der Ecke Ludwigsburger/Colmarer Straße im Zuffenhäuser Ortskern den Bau eines Geschäfts- und Ärztehauses mit Wohnungen (wir berichteten).

„Derzeit läuft noch ein Bebauungsplanänderungsverfahren, wir rechnen mit einer Entscheidung Ende des ersten, Anfang des zweiten Quartals in diesem Jahr.“ Ein genauer Termin, wann sich der Gemeinderat damit befassen wird, stehe noch nicht fest. Das Projekt entspreche exakt den Vorgaben des zu ändernden Planes. „Wir haben positive Signale aus der Verwaltung, auch was den Bauantrag angeht“, sagt Weigele. Der Bebauungsplan selbst muss geändert werden, da das neue Gebäude um einen Meter höher ist, als es der bestehende Plan zulässt. Die Planung wurde in enger Abstimmung mit der Stadt entwickelt.

Großer Supermarkt soll ins Erdgeschoss

Im Erdgeschoss des insgesamt viergeschossigen Gebäudes soll es einen großen Supermarkt geben. Laut Weigele wird Edeka dort einen Vollsortimenter mit 1100 Quadratmetern Verkaufsfläche einrichten. In den darüber liegenden Geschossen sind vier Arztpraxen und 30 Wohnungen vorgesehen. Im ersten Stockwerk ist eine Arztpraxis mit 163 Quadratmetern sowie eine Bürofläche mit 375 Quadratmetern geplant. Im zweiten Obergeschoss sind zwei weitere Praxen (460 und 335 Quadratmeter) sowie Wohnungen untergebracht. Im Dachgeschoss, das um einige Meter zurückversetzt und als Flachdach geplant ist, sehen die Pläne des Stuttgarter Büros Frey Architekten Wohnungen mit jeweils zwei bis drei Zimmern vor.

„Wir schaffen mehr Wohnraum, als es bisher in den bestehenden Gebäuden gab“, sagt Weigele. Was die Praxen angeht, haben sich bereits vier Ärzte gefunden, die ins neue Ärztehaus einziehen wollen. Um welche Fachbereiche es sich genau handelt, möchte Weigele noch nicht sagen. Die erforderliche Anzahl von Stellplätzen soll über eine Tiefgarage mit zwei Untergeschossen erreicht werden. Die Andienung des Supermarktes erfolgt über die Colmarer Straße. Aktuell geht er davon aus, dass nach der Sommerpause mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. „Wir rechnen mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren.“ Demnach könnte das Gebäude im Herbst 2021 eröffnen.

Auf Klinkerfassafe geeinigt

Aktuell befinden sich mehrere Gebäude auf den betroffenen Grundstücken, darunter das leer stehende Gasthaus Sonne sowie der Supermarkt „Treff 3000“. Gegenüber dem neu geplanten Projekt befindet sich seit mehreren Jahren das Zuffenhäuser Ärztehaus, in dem sich neun Ärzte niedergelassen haben. Dennoch hatten ortsansässige Ärzte den Mangel an modernen Praxisräumen angemahnt.

Im März 2017 hatte sich der Gestaltungsbeirat der Stadt erstmals mit den Planungen befasst. Laut Altraut Schiller vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung sei der Stadt eine Unterbringung von verschiedenen Arztpraxen im Gebäude wichtig. Bereits vor gut zwei Jahren stand das auf der Wunschliste der Stadt, als das Projekt im Bezirksbeirat vorgestellt worden war. Laut Schiller fügt sich das Gebäude gut in die Umgebung ein. Nachdem es anfangs mehrere Entwürfe gegeben hatte, hat man sich auf eine Klinkerfassade geeinigt.

Für Stammheimer Projekt fehlt noch ein Arzt

Ein weiteres Bauprojekt im Stuttgarter Norden realisiert das Pleidelsheimer Unternehmen derzeit in Stammheim. Dort ist etwa die Hälfte des Rohbaus fertig, sagt Weigele. Anfang des kommenden Jahres soll das Gebäude an der Korntaler Straße, in dem sich unter anderem betreute Wohnungen befinden, bezogen werden. Einen Arzt für die dort möglichen Praxisräume im Erdgeschoss habe man allerdings noch nicht gefunden. „Wir sind nach wie vor auf der Suche“, sagt Weigele. „Wer Interesse hat, kann sich gerne bei uns melden.“