Rechts vorne im Bild ist die Flugfeld-Allee zu sehen. Dort, wo sie eine Rechtskurve macht, soll es künftig einen vierspurigen Abzweig in Richtung Wolfgang-Brumme-Allee geben (Archivbild). Foto: Stefanie Schlecht

Für den Verkehr, der von der Autobahn kommt, soll künftig ein neuer Abschnitt Flugfeld-Allee entstehen. Wann die Arbeiten voraussichtlich beginnen.

Der Baustellenmarathon in Böblingen geht weiter und manchmal schneller als gedacht. Als nächstes Großprojekt steht ab Februar 2026 und damit früher als geplant der Ausbau des neuen Knotenpunkts an der Wolfgang-Brumme-Allee und der Lückenschluss zwischen Flugfeld-Allee und Knotenpunkt an.

 

Mit dem Lückenschluss entsteht ein Stück komplett neuer Straße. Die Flugfeld-Allee zweigt sich künftig auf Höhe des Festplatzes auf. Ein neuer vierspuriger Teil – der Lückenschluss – führt dann hinter dem Tower 66 entlang und mündet gegenüber des Bauhofs in die Wolfgang-Brumme-Allee.

Was es mit dem Knotenpunkt auf sich hat

Hintergrund dafür ist die geplante Ortsumfahrung Böblingens, die Querspange. Damit der Autoverkehr künftig an der Innenstadt vorbei rollen kann, ohne dafür die Autobahn zu benutzen, soll die Flugfeld-Allee über das Bauhof-Gelände bis zur Leibnizstraße verlängert werden.

An der Wolfgang-Brumme-Allee entsteht deshalb kurz vor Auffahrt auf die Brücke über die Autobahn eine neue Kreuzung – der Knotenpunkt, dessen Ausbau im Februar beginnen soll und der die neue vierspurige Flugfeld-Allee in gerader Linie mit der künftig verlängerten Leibnizstraße verbinden soll.

/ Deges/Zapletal

Bei der Planung und Ausführung der Arbeiten spielen vor allem zwei Akteure eine wichtige Rolle: Auf der einen Seite die Deges, kurz für Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH, die den Ausbau der A 81 zwischen Böblingen und Sindelfingen koordiniert und sich um den Bau des Knotenpunkts kümmert. Auf der anderen Seite die Stadt Böblingen, in deren Hand der Bau der Querspange und damit auch des Lückenschlusses liegt – eigentlich.

Deges baut Lückenschluss mit

Denn nun kam offenbar die Deges auf die Stadt mit einem Zeitplan für den Ausbau des Knotenpunkts zu und hat angeboten, den Lückenschluss direkt mitzubauen. „Weil sich daraus Vorteile im Bauablauf ergeben“, teilt Böblingens Sprecher Peter Lausch auf Nachfrage mit. Die Kosten tragen aber weiterhin die Stadt und der Zweckverband Flugfeld – knapp eine Million Euro für ein 80 Meter langes Stück neuer vierspuriger Straße

Die Mitglieder des Technischen Ausschusses, die am Mittwoch über die Pläne berieten, mussten angesichts der Summe etwas schlucken. Trotzdem empfahlen sie dem Gemeinderat einstimmig, dem Baubeschluss für den Lückenschluss zuzustimmen.

Was sich bereits verändert hat

Gibt der Gemeinderat Anfang November grünes Licht, können im kommenden Frühjahr die Bagger anrücken. Die Deges will laut Sitzungsvorlage ab Februar bis April den Knotenpunkt auf der Seite des Bauhofs ausbauen. Danach soll ab Mai bis August die gegenüberliegende Seite am Flugfeld folgen. Der neue Lückenschluss wird voraussichtlich bis Juli fertiggestellt.

Damit verändert sich die Straßenführung bis Sommer 2026 noch einmal deutlich. Nachdem bereits in den vergangenen Monaten viel passiert ist. Die Autobahnausfahrt wanderte weiter nach Westen, sodass Autofahrer inzwischen über die Flugfeld-Allee auf die A 81 auffahren. Parallel dazu wurde die Flugfeld-Allee auf vier Spuren erweitert, damit sie die gestiegene Anzahl der Autos aufnehmen kann.

Dann wurde die Brücke über die A 81 abgerissen. Derzeit nutzen Autofahrer, Radler und Fußgänger eine Behelfsbrücke. Die neue Brücke soll im Sommer 2026 fertig werden – in etwa zusammen mit dem Lückenschluss. Dann dürfte die Verkehrssituation auf dem Flugfeld und in der Wolfgang-Brumme-Allee wieder übersichtlicher werden. Die Querspange existiert dann allerdings noch nicht. Der Abschnitt zwischen Wolfgang-Brumme-Allee und Leibnizstraße wird erst zu einem späteren Zeitpunkt gebaut.