Im Tunnel wird gearbeitet. Foto: Lg/Kovalenko

Der stark befahrene B 14-Tunnel im Stuttgarter Osten bleibt bis zum Ferienende eine Baustelle. Bis dahin ist in beiden Richtungen jeweils eine Fahrspur gesperrt.

Stuttgart - Im knapp 500 Meter langen Schwanenplatztunnel im Osten müssen Autofahrer in beiden Richtungen noch bis zum Ende der Sommerferien auf die jeweils linke Fahrspur verzichten. „Bis Mitte September verstärken wir die Mittelwand zwischen den beiden rechteckigen Tunnelbauten“, erklärt Silvester Koci, Leiter der Abteilung Bautechnik und Bauwerkserhaltung im Tiefbauamt. Die Wand müsse stark genug sein, um neue Löschwasserleitungen und zahlreiche Hydranten zu tragen.

Mehr Fluchttüren und Notrufkabinen

Dafür werden die in der Zwischenwand vorhandenen Löcher zunächst mit zusätzlichen Baustahlkonstruktionen verstärkt, bevor sie mit Beton verfüllt werden. „Anschließend sägen wir in einem engen Abstand neue Öffnungen für Fluchttüren und Notrufkabinen in die verstärkte Wand“, erläutert Koci. Bei Brand oder einem Unfall sollten sich die Autofahrer auf kurzen Wegen in den nicht betroffenen zweiten Tunnel retten können.

Die Kosten dieser ersten Sanierungsmaßnahme betragen rund 750 000 Euro. Mit weiteren 150 000 Euro sollen im nächsten Jahr weitere schadhafte Stellen des in die Jahre gekommenen Betonbauwerks ertüchtigt werden.

Neue Lüftung kommt erst später

Die aktuellen Arbeiten, die weitgehend bis zum Ende der Sommerferien abgeschlossen sein sollen, bilden den Auftakt für die spätere technische Sanierung des 44 Jahre alten Tunnelbauwerks. In den weiteren Bauabschnitten werde bis 2019 im Zuge des Großprojekts Rosensteintunnel und dem damit verbundenen Umbau des Leuze-Knotens bis 2019 auch die in die Jahre gekommene Lüftungs- und Sicherheitstechnik im Schwanenplatz- und im Leuze-Tunnel erneuert, so Koci.

Vor allem die in den 80er Jahren eingebaute Lüftung entspricht nach Ansicht der Fachleute längst nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. Sie sei auch aus wirtschaftlichen Erwägungen dringend geboten. Die Finanzierung dieses mehrere Millionen Euro teuren Sanierungsschritts soll in den nächsten Doppelhaushalt aufgenommen werden.

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