In Stuttgart-Ost und Bad Cannstatt röhrt in den nächsten Wochen die Kettensäge. Hier fallen Bäume und Sträucher für den Rosensteintunnel. Foto: dpa

381 Bäume und Sträucher müssen in den nächsten Wochen für den Rosensteintunnel weichen. Gefällt wird am Leuze, gegenüber dem Wihelma-Parkhaus und an der Pragstraße. Die "Parkschützer" sind empört und erheben Vorwürfe gegen die Stadt.

381 Bäume und Sträucher müssen in den nächsten Wochen für den Rosensteintunnel weichen. Gefällt wird am Leuze, gegenüber dem Wihelma-Parkhaus und an der Pragstraße. Die "Parkschützer" sind empört und erheben Vorwürfe gegen die Stadt.

Stuttgart - Für den neuen Rosensteintunnel an der Bundesstraße B10 werden seit Montagfrüh im Stuttgarer Osten und Bad Cannstatt Bäume gefällt. "Das Baufeld für den Tunnel und die B10/14-Verbindung am Leuze muss freigemacht werden", teilte die Stadt mit.

Dafür werden bis zum 6. Februar am Mineralbad Leuze, in der Neckartalstraße gegenüber dem Wilhelma-Parkhaus und entlang der Pragstraße insgesamt 381 Bäume gefällt und Sträucher beseitigt. Am Montagmorgen demonstrierten mehrere Menschen gegen die Fällungen.

"Unter dem Strich gibt es später mehr Bäume als heute", betont die Stadt. 385 Bäume werden neu gepflanzt, damit mit Ende der Bauzeit in ungefähr fünf Jahren neue öffentliche Grünflächen entstehen. Alle historischen Bäume im Rosensteinpark blieben erhalten.

Die "Parkschützer" sehen das ganz anders: "Die Parkschützer verurteilen den massiven Eingriff in den Rosensteinpark", sagte deren Sprecher Matthias von Herrmann auf Anfrage und übte massive Kritik an Oberbürgermeister Fritz Kuhn: "Er ist dafür verantwortlich, wie schändlich in Stuttgart mit der Natur umgegangen wird, wie die Lebensqualität der Stuttgarter Bürger eingeschränkt wird."

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels wurden fälschlicherweise Bilder von Baumfällarbeiten gezeigt, die nichts mit dem Rosensteintunnel zu tun haben. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

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