Landwirt Robert Böttle mit dem tierischen Nachwuchs. Foto: dpa

Evis großer Wurf: Pünktlich zu Ostern hat eine Kuh in Oberschwaben gesunde Drillinge geboren - ein sehr seltenes Phänomen bei Rindern.

Unlingen - „Die drei Mädels sind wohlauf, die Kalbung lief ohne Probleme“, sagte Landwirt Robert Böttle am Ostermontag in Unlingen (Kreis Biberach) erleichtert. „Alles ohne Hormonbehandlung - wie so mancher vielleicht meinen könnte.“ Die Befruchtung war eine künstliche, der Spender, ein Bulle namens „Raldi“.

Nach der Geburt der Kälber am frühen Ostersonntag liege das Trio nun wohlbehalten nebeneinander im Stall und wärme sich gegenseitig, schwärmte Böttle, der nun vor der großen Frage der Namensgebung steht. „Alle drei werden mit „E“ beginnen“, ist er sich sicher - nach Mutter Evi, ein Fleckvieh-Rind. Seine bisherigen Favoriten seien „Emma, Else und Elfrida“.

Die zehnte Geburt in elf Jahren

Für Mama Evi war es bereits die zehnte Geburt in elf Jahren, wie Böttle sagte. Bei Nummer fünf seien es Zwillinge gewesen. Aber bei 90 Kühen im Familienbetrieb der Böttles und mehr als 100 Geburten im Jahr seien die Drillinge etwas ganz besonderes. Beim Fühlen im Mutterleib der trächtigen Evi habe er gedacht: „Mann, da sind aber ein Haufen Füße drin“, berichtet der Landwirt. Schnell habe er Tierarzt Lutz Berger angerufen.

Am Tag der Kalbung ging alles dann ganz schnell: Nach zehn Minuten seien alle drei auf der Welt gewesen, so Tierarzt Berger, Sekunden später bereits auf den wackeligen Beinchen. Das sei ein seltenes Vergnügen gewesen, diese Drillingsgeburt - selbst für den erfahrenen Veterinär. Nur acht mal in 25 Jahren Praxis habe er Drillinge bei Rindern lebend entbunden.

  
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